Panzer-Deal für Yücels Freilassung?

 Leopard 2 A7 in the training centre of the german army | Bild (Ausschnitt): © Boevaya mashina [CC BY-SA 4.0] - Wikimedia

Nur wenige Tage nach der überraschenden Haftentlassung von Deniz Yücel scheint es, als ob die Türkei eine Gegenleistung erwarte. Ministerpräsident Yildrim ließ im Rahmen der Münchner Sicherheitskonferenz gegenüber der dpa den Wunsch nach einer deutschen Beteiligung beim geplanten Bau türkischer Kampfpanzer verlauten. Geplant seien laut der SZ über 1000 Panzer des Typs Atalay, wofür bereits 2016 das Joint-Venture RBSS zwischen dem türkischen Lastwagenproduzenten BMC und Rheinmetall gegründet wurde.   ... →

Neben Rheinmetall möglicherweise weitere deutsche Unternehmen am Panzerdeal mit der Türkei beteiligt

Neben dem Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall wollen sich möglicherweise zwei weitere deutsche Unternehmen an der geplanten Serienproduktion des türkischen Kampfpanzers Altay beteiligen: MTU Friedrichshafen, ein Subunternehmen von Rolls-Royce, sowie Renk, eine Tochter des Münchner Nutzfahrzeugherstellers MAN. Beide sollen laut einer Quelle aus der türkischen Rüstungsindustrie bereits Gespräche über eine mögliche Beteiligung führen.

In den von dem türkischen Rüstungsunternehmen Otokar hergestellten Panzer-Prototypen wurden bereits neben einer Glattrohrkanone von Rheinmetall ein Dieselmotor des Herstellers MTU und ein Renk-Powershift-Automatik-Getriebe verwendet.    ... →

Rheinmetall plant Panzerproduktion in der von Diktatur bedrohten Türkei

  Bild (Ausschnitt): © Unknown [Public Domain] - Wikimedia

Der aktuellen politischen Debatte zum Trotz plant der Rüstungskonzern Rheinmetall (Essen) ein neues Panzer-Produktionswerk in der Türkei. Von Unternehmensseite wird die Türkei als „voll integrierter Nato-Partner“ und EU-Beitrittskandidat ausgewiesen, weshalb eine Aufrüstung des Regimes sowie Exporte in Drittstaaten als unbedenklich einzustufen seien.

Bereits jetzt setzt das türkische Militär Panzer gegen kurdische Minderheiten sowie die protestierende Zivilbevölkerung ein.   ... →

Textilindustrie: Syrische Flüchtlinge von türkischen Zulieferern ausgebeutet

Dem internationalen Business and Human Rights Resource Centre zufolge sind in mehreren türkischen Zulieferbetrieben großer europäischer Textilkonzerne minderjährige syrische Flüchtlinge angestellt und ausgebeutet worden.

Vier Unternehmen mussten bei Nachforschungen feststellen, dass illegale syrische Flüchtlinge in ihren Betrieben arbeiteten. Dies betrifft H&M, C&A, Primark und NEXT. H&M und NEXT gaben zudem an, dass in ihren Fabriken syrische Flüchtlingskinder in die Produktion eingebunden waren.   ... →