Fast Fashion und niedrige Löhne – Was deutsche Investoren zu fairen Arbeitsbedingungen in H&M´s Fabriken beitragen können

 H&M in Zahlen | Bild (Ausschnitt): © n.v.

Kleidung der Marke H&M ist aus den meisten Kleiderschränken in Deutschland nicht wegzudenken. Unter Jugendlichen war H&M im Jahr 2015 zusammen mit der Sportmarke Nike die bekannteste Modemarke.

Doch wie sieht es mit den Arbeitsbedingungen und Lohnstrukturen in den Zulieferketten aus? Die Studie „Broke in Bangladesh“ von Future in Our Hands, Fair Action und dem norwegischen und schwedischen Fair Finance Guide zeigt, dass die Lohnstrukturen in den Zulieferländern wie beispielsweise Bangladesch, oft nicht einmal die Anforderungen an ein Existenzminimum erfüllen.   ... →

Gravierende Umweltverschmutzung durch Viskoseproduktion

Die chemisch hergestellte Textilfaser Viskose, auch unter dem Namen Rejon bekannt, ist ein häufig eingesetztes Produkt in der Kleidungsbranche und wird bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts hergestellt. Insbesondere bei Sommerkleidung wird oft Viskose verwendet, da sich der Stoff leicht bedrucken sowie färben lässt und einen angenehmen Tragekomfort bietet. Eine Studie der Changing Markets Stiftung legt offen, dass mit der Viskose Produktion weit verbreitete Umweltschäden einhergehen.   ... →

Ausbeutung in der Modeindustrie stoppen! Mehr Transparenz in Lieferketten!

Dhaka Savar Building Collapse Einsturz des Gebäude-Komplexes Rana Plaza am 24. April 2013, Quelle: Flickr: Dhaka Savar Building Collapse, Autor: rijans | Bild (Ausschnitt): © rijans [CC BY-SA 2.0] - flickr

Am 24. April 2017 jährte sich bereits zum vierten Mal der Einsturz des achtstöckigen Rana Plaza-Komplexes in Dhaka, Bangladesch. Zusammen mit den Großbränden in den beiden Textilfabriken Ali Enterprises in Pakistan und Tazreen in Bangladesh kurz zuvor, bei denen Fabrikarbeiter bei lebendigem Leib verbrannten, legte der Einsturz des Rana Plaza-Komplexes die symptomatisch menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie offen.   ... →

Das Myanmar Dilemma

Primark Filliale | Bild (Ausschnitt): © Xmate09 [CC BY-SA 3.0] - Wikimedia

Nachdem die Kleidungs- und Textilindustrie in Bangladesch und Pakistan schon lange unter fehlenden ethischen und ökologischen Mindeststandards produziert , wächst auch die Produktion in Myanmar rasant an. Möglicherweise ist hier schon eine Verlagerung der Produktionsstandorte zu erkennen, die auf die erhöhte globale Aufmerksamkeit gründet, die der Textilindustrie in Bangladesch nach der Katastrophe von Rana Plaza (2013 stürzte ein Fabrikgebäude ein, mehr als 1100 Menschen wurden getötet) zukommt.   ... →

Textilindustrie: Syrische Flüchtlinge von türkischen Zulieferern ausgebeutet

Dem internationalen Business and Human Rights Resource Centre zufolge sind in mehreren türkischen Zulieferbetrieben großer europäischer Textilkonzerne minderjährige syrische Flüchtlinge angestellt und ausgebeutet worden.

Vier Unternehmen mussten bei Nachforschungen feststellen, dass illegale syrische Flüchtlinge in ihren Betrieben arbeiteten. Dies betrifft H&M, C&A, Primark und NEXT. H&M und NEXT gaben zudem an, dass in ihren Fabriken syrische Flüchtlingskinder in die Produktion eingebunden waren.   ... →

Arbeitsbedingungen in indischen Textilfabriken katastrophal wie eh und je

2012 beschrieb ein Bericht von Somo und dem India Committe of the Netherlands (ICN) die Arbeitsbedingungen in indischen Textilfabriken im Staat Tamil Nadu („Maid in India“). Schon damals wurde deutlich, wie katastrophal die Bedingungen für die Arbeiter_innen waren, viele von ihnen junge Frauen aus unteren Kasten.

ICN hat nun auch Fabriken in Bangalore untersucht und auch dort die Arbeitsbedingungen dokumentiert.   ... →