Razzia in Commerzbank-Zentrale: Verdacht auf schwere Steuerhinterziehung

 Commerzbank-Zentrale in Frankfurt am Main | Bild (Ausschnitt): © David Schiersner [CC BY 2.0] - flickr

Nach Berichten von n-tv und dem Handelsblatt hat die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft in der zweiten Novemberwoche die Geschäftsräume der Commerzbank-Zentrale in Frankfurt am Main sowie die Privathäuser von drei Beschuldigten durchsucht. Grund dafür ist der Verdacht auf schwere Steuerhinterziehung mittels Cum-Ex Geschäften rund um den Dividendenstichtag.

Laut der Generalstaatsanwaltschaft geht es um milliardenschwere Geschäfte aus den Jahren 2006 bis 2010, der Steuerschaden soll 40 Millionen Euro betragen.   ... →

Stimmen deutscher NROs zur Hauptversammlung der Deutschen Bank

Anlässlich der Hauptversammlung der Deutschen Bank versammelten sich vergangenen Donnerstag wie jedes Jahr zahlreiche Nichtregierunsgorganisationen (NRO), um auf den ausbleibenden Kulturwandel der Deutschen Bank hinzuweisen und die Aktionäre der Bank über diverse Kritikpunkte aufzuklären. Am Nachmittag konfrontierten sie den Vorstand und Aufsichtsrat auf der Hauptversammlung der Deutschen Bank direkt mit ihren Anliegen und Forderungen.

Thomas Küchenmeister von Facing Finance wies auf die Finanzbeziehungen der Deutschen Bank zu Rohstoffunternehmen wie dem Schweizer Bergbaukonzern Glencore hin, dem in Südamerika in zahlreichen Fällen eine Beteiligung an Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen wird.   ... →

Ein Jahr Panama Papers – eine erste Zwischenbilanz

Für Steuersünder, Waffenschieber, Drogenhändler, korrupte Politiker, Sportler und Geschäftsleute, aber auch für Finanzinstitute, war der 3. April 2016 ein schwarzer Sonntag. An jenem Abend veröffentlichten mehr als 100 Medienunternehmen in 76 Ländern gleichzeitig vertrauliche Dokumente der panamaischen Anwaltskanzlei Mossack Fonseca. Die Kanzlei hat als Offshore-Dienstleister ein Netzwerk aus rund 214.000 Briefkastenfirmen geschaffen, um vermögende Kundschaft unter dem Deckmantel der Anonymität vor staatlichen Steuerbehörden zu schützen.   ... →

Unternehmen bringen Afrika um notwendige finanzielle Mittel

Eine im Februar 2015 veröffentlichte Studie des Hohen Rates für Illegale Finanzströme (High Level Panel on Illicit Financial Flows, IFFs) zeigt, wie Afrika jedes Jahr durch betrügerische Systeme zwischen multinationalen Unternehmen und Regierungen bis zu 50 Milliarden USD verliert. Dieser Betrag ist doppelt so hoch wie die jährlichen Entwicklungszahlungen für den Kontinent. Afrika sei daher ein Nettogeber für den Rest der Welt bezeichnen.   ... →

Deutsche Bank und Barclays für Beihilfe zur Steuerhinterziehung angeprangert

Die Deutsche Bank und das britische Geldhaus Barclays PLC sind erneut in die Schlagzeilen geraten. In den USA wird den beiden Geldhäusern vorgeworfen, es mindestens einem Dutzend Hedgefonds ermöglicht zu haben mehr als sechs Milliarden US-Dollar an Steuern zu sparen.

Dies geht aus einem Bericht des Untersuchungsausschusses, dem sogenannten „Levin-McCain Report“, hervor, der am 22. Juli in den USA veröffentlicht wurde.   ... →

UBS zahlt 300 Millionen an deutschen Fiskus

Die UBS, der derzeit in Belgien und Frankreich Anklageverfahren ins Haus flattern, hat sich jetzt mit dem deutschen Fiskus auf eine Strafzahlung in Höhe von 300 Millionen Euro geeinigt. Wegen Beihilfe zur Steuerflucht ermittelte die Staatsanwaltschaft seit 2012 gegen das Schweizer Geldhaus. Auslöser der Untersuchungen waren vom Bundesland Nordrhein-Westfalen erworbene sogenannte Steuer-CDs mit Angaben zu mutmaßlichen Steuersündern.   ... →