SAP und weiteren Unternehmen werden Schmiergeldzahlungen und Korruption um öffentliche Aufträge in Südafrika vorgeworfen

Ermittlungen der südafrikanischen Journalistengruppe amaBhungane haben ergeben, dass multinationale Konzerne in Südafrika illegale Zahlungen an das regierungseigene Transportunternehmen Transnet getätigt haben, um sich Aufträge zu sichern. Zu den angeklagten Unternehmen gehören die deutschen Firmen SAP und T-Systems, das schweizerische Unternehmen Liebherr International AG, sowie China South Rail, Shanghai Zhenhua, McKinsey und Neotel.  Diesen sieben Unternehmen wird vorgeworfen,  Schmiergeldzahlungen an Unternehmen der Gupta Familie getätigt zu haben, welche enge Verbindungen zum südafrikanischen Präsidenten Zuma hat.   ... →

Update: Südafrikas Oberster Gerichtshof lässt Sammelklage gegen Bergbaukonzerne zu

Fast 500 000 ehemaligen oder gegenwärtigen Minenarbeiter*innen wird durch die Entscheidung des Gerichts in Johannesburg die Möglichkeit gegeben, gemeinsam 32 Bergbauunternehmen auf Schadensersatz in Millionenhöhe zu verklagen. Dadurch können nun tausende Geschädigte der ursprünglichen Kläger*innengruppe von rund 60 Personen beitreten. Auch die Angehörigen bereits verstorbener Arbeiter*innen haben so eine Chance auf Schadensersatz,.

Die Arbeiter*innen werfen den Unternehmen vor, sie wissentlich jahrzehntelang gesundheitlichen Gefahren ausgesetzt zu haben, ohne dass adäquate Schutzmaßnahmen ergriffen wurden.   ... →

„Waren die tödlichen Schüsse von Lonmin vermeidbar?“

„Waren die tödlichen Schüsse von Lonmin vermeidbar?“, fragt John Capel von der Bench Marks Foundation in Südafrika, einer unabhängigen Nichtregierungsorganisation, die von den Kirchen beauftragt ist, die Aktivitäten multinationaler Konzerne kritisch zu  beobachten.

Nur zwei Tage vor den gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Minenarbeitern und Polizeieinheiten bei der Marikana Platin-Mine von Lonmin in Rustenburg (16.8.2012), bei denen an einem Tag 34 Menschen erschossen wurden, veröffentlichte die Bench Marks Foundation ihren sechsten Policy Gap.   ... →