Deutsche Unternehmen bei menschenrechtlicher Sorgfaltspflicht mangelhaft

 Kolibri5 auf Pixabay | Bild (Ausschnitt): © n.v. - Pixabay

2016 beendete die Bundesregierung einen Konsultationsprozess zur Umsetzung der UN Guiding Principles on Business and Human Rights (UNGPs) mit der Maßgabe, dass bis 2020 mindestens 50% der deutschen Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeiter*innen freiwillig effektive Prozesse zur Achtung der Menschenrechte einführen sollen (wir berichteten). Andernfalls würden gesetzliche Vorgaben gemacht werden, so der aktuelle Koalitionsvertrag.   ... →

Wie Turbinen von Siemens auf der Krim landen konnten

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Siemens_M%C3%BCnchen_Hofmannstr.jpg  Bild (Ausschnitt): © Rufus46 [CC BY-SA 3.0] - Wikimedia

Der deutsche Konzern Siemens soll EU-Sanktionen missachtet und geltendes Völkerrecht gebrochen haben. Der Anfang dieses Monats bekannt gewordene Vorwurf lautet: Siemens liefert Gasturbinen auf die von Russland völkerrechtswidrig annektierte Halbinsel Krim.

Wirtschaftliche Aktivitäten auf besetzten Territorien sind völkerrechtswidrig

Die Krim wurde im März 2014 im Laufe des Ukraine-Konflikts und nach der Durchführung eines umstrittenen Referendums durch Russland annektiert, was die Vereinten Nationen (VN) in einer Resolution scharf verurteilten.   ... →

Pressemitteilung: Weltweite Investitionen in die Hersteller international verbotener Streubomben übersteigen 28 Milliarden US-Dollar – Starker Rückgang bei deutschen Finanzinstituten

Berlin (16.6.16) Die niederländische Organisation PAX, Mitglied der internationalen Cluster Munition Coalition, hat heute den Bericht “Worldwide Investments in Cluster Munitions: a shared responsibility” veröffentlicht. Darin wird dargelegt, dass trotz des internationalen Verbots von Streumunition seit 2012 weltweit 158 Finanzinstitutionen über 28 Milliarden US-Dollar in sieben Hersteller dieser Waffen investiert haben.

In den letzten Jahren sind die Investitionen deutscher Finanzinstitute in Streubomben-Hersteller deutlich zurückgegangen.   ... →

Anführer von zivilen Protesten gegen Staudamm in Honduras ermordet

  Bild (Ausschnitt): © urgewald [CC BY-NC 2.0] - Flickr

Seit 2013 hat Berta Cáceres eine Gruppe friedlichen Widerstands gegen ein Wasserkraftprojekts am Gualcarque Fluss, dem Agua Zarca Damm, in Honduras angeführt. Für die Bevölkerung der lokalen indigenen Gruppe der Lenca ist der Fluss heilig. Außerdem droht der Staudamm den Verlauf des Flusses zu verändern und die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser und Nahrung zu beeinträchtigen.   ... →

Belo Monte: Profit europäischer Konzerne zerstört Natur und Lebensraum ansässiger Indigenen

Das Belo Monte Staudammprojekt in Pará, im Nordosten von Brasilien, das Anfang 2011 genehmigt wurde, ist bereits in vollem Gange. Es betrifft den Fluss Xingú sowie die angrenzenden Landflächen und Anwohner. Insgesamt ist eine Fläche von 1.500 km² direkt von den Baumaßnahmen und den Überflutungen betroffen und hätte eine Umsiedlung von bis zu 40.000 Menschen auf diesem Gebiet zur Folge.   ... →