Klimaklage gegen RWE in der nächsten Runde

 Laguna Palcacocha 2002, Ancash Region | Bild (Ausschnitt): © Georg Kaser [CC BY-SA 3.0] - Wikicommons

Etappensieg für Saúl Luciano Lliuya: Nachdem das Landgericht Essen 2016 seine Zivilklage gegen den deutschen Energieriesen RWE abwies, konnte der peruanische Bauer nun einen riesigen Erfolg verbuchen. Das Oberlandesgericht Hamm entschied, entgegen dem Urteil der ersten Instanz, dass in der Schadensersatzklage nun eine Beweisaufnahme durch einen Sachverständigen erfolgen soll. Dabei soll festgestellt werden, ob RWE bzw.   ... →

Bayer, Rheinbraun, Wintershall: Industrie übt Einfluss auf deutsche Behörde aus

 Protest im Wendland: Auch die Bevölkerung hat Zweifel an der Sicherheit des Salzstock Gorleben. Quelle: Christian Fischer, Wikipedia | Bild (Ausschnitt): © Christian Fischer, public domain wikipedia [Public Domain] - Wikimedia

Ende Juni 2016 wurde nach Recherchen von WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung bekannt, dass die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) über Jahre hinweg fragwürdige Zuwendungen von der industrienahen Hans-Joachim-Martini-Stiftung erhielt. Die BGR erfüllt wichtige Beratungs- und Forschungsdienste zu Energie- und Klimafragen für die Bundesregierung. Durch die Auswertung interner Dokumente konnte nun nachgewiesen werden, dass seit den 80er Jahren kontinuierlich Geld von Unternehmen der Chemie-, Energie- und Rohstoffbranche an die Stiftung floss.   ... →

Divestment: Münster zieht Kapital aus klimaschädlichen Industrien ab

Als erste deutsche Stadt hat Münster beschlossen öffentliches Kapital aus klimaschädlichen Industrien abzuziehen. Der Finanz- und Hauptausschuss des Stadtrates legte am 4.11. fest, dass zwei städtische Fonds ab 2016 nicht mehr in die Gas-, Öl- und Kohleindustrie investieren dürfen. Der Antrag dazu stammte von den Grünen und der SPD. Die Stadt begründete ihr Entscheidung für ein Divestment damit, dass Investitionen in Kohle, Gas und Öl nicht mit Zielen des Klimaschutzes zu vereinbaren sind und zudem ein finanzielles Risiko tragen.   ... →

Peruaner fordert Ausgleichszahlung von RWE wegen Beitrag zum Klimawandel

Es handelt sich um einen Präzedenzfall: Ein Peruaner fordert eine Kompensationszahlung vom Klimasünder RWE für seinen Beitrag zum Schmelzen der Gletscher in der Andenregion Cordillera Blanca. Innerhalb Europas hat RWE die meisten Treibhausgasemissionen zu verantworten. Erstmals müsste ein Konzern gemäß dem Verursacherprinzip seine klimaschädlichen Aktivitäten ausgleichen.

Der Andenbauer und Fremdenführer Saúl Luciano Lliuya sorgt sich um das enorme Ansteigen des Gletschersees oberhalb seines Hauses in der Stadt Huaraz.   ... →

Kohle aus Kolumbien: Über Umweltverschmutzungen und paramilitärische Gewaltverbrechen

Die Rolle Kolumbiens als weltweiter Kohleexporteur ist in den vergangenen 15 Jahren deutlich gewachsen. Neben Russland und den USA ist Kolumbien – als drittwichtigster Kohlelieferant – auch für Deutschland von immenser Bedeutung. Der wachsende Kohleverbrauch und die schrumpfende Förderung in Deutschland führten im vergangenen Jahrzehnt dazu, dass der Kohleimport aus Kolumbien verdoppelt wurde (mehr als acht Millionen Tonnen).   ... →

Blutbefleckte Kohle aus Kolumbien

Die Mine mache sie krank, sagen die Bewohner der Guajira, einer von vielen Regionen in Kolumbien, in denen Kohle abgebaut wird. Wissenschaftliche Studien, die ihre gesundheitlichen Schäden bestätigen würden, können sie sich nicht leisten, doch die Menschen in der Nähe der riesigen Kohlemine leiden zunehmend unter Atemwegserkrankungen und Kopfschmerzen. Die Betreiber der Mine hingegen sagen, es gebe keinen Zusammenhang zwischen den Krankheiten der Bewohner und dem Kohleabbau, auch wenn die Mine bereits bedrohlich dicht an das Dorf der Wayúu – einer ethnischen Gruppe in der Guajira-Region – heranreicht.   ... →