Kritik an Wilmar hält an: Amnesty International beklagt Arbeitsrechtsverletzungen und Einschüchterungen

 West Kalimantan 
Boy collecting Fresh Fruit Bunches (FFB) in an oil palm plantation. Sanggau, West Kalimantan. November 2005. | Bild (Ausschnitt): © Wakx [CC BY-NC-SA 2.0] - flickr

Ob Nestlé, Unilever, Procter & Gamble oder Kellog, Palmöl ist in nahezu allen uns geläufigen Markenprodukten enthalten. Dahinter steckt nicht selten ein Name: Wilmar, ein Agrarkonzern und führender Palmölproduzent. Insbesondere in Indonesien ist der Konzern über ein Tochterunternehmen tätig und verantwortet dort Zwangsarbeit, Diskriminierung, Niedriglöhne und Kinderarbeit, wie Amnesty International in einem Bericht aus dem Jahr 2016 offenlegte.   ... →

HSBC und Commerzbank finanzieren zweifelhaften Palmölkonzern Noble

 Oil palm graveyard - these palms were injected with pesticides (paraquat, according to locals) so to kill them and allow preparations for the next planting. | Bild (Ausschnitt): © Wakx [CC BY-NC-SA 2.0] - Flickr

Im Januar 2017 veröffentlichte Greenpeace mit „Dirty Bankers – How HSBC is financing forest destruction for palmoil“   eine Fallstudie, die ausführlich die Geschäftsbeziehungen der HSBC zu zweifelhaften Palmölkonzernen offenlegt. Die HSBC gilt als einer der führenden Geldgeber der Palmölindustrie. So finanziert die Bank etwa Noble Group, einen Anbieter von Landwirtschafts- und Energieerzeugnissen mit Sitz in Hong Kong.   ... →

PepsiCo: Abnehmer von Conflict Palm Oil aus Indonesien

 Protest gegen Menschenrechtsverletzungen in der Lieferkette von Pepsi Cola. ©Walter Hergt | Bild (Ausschnitt): © Walter Hergt [CC BY-NC 2.0] - flickr

Palmöl findet sich als Zutat in vielen verschiedenen Produkten; in Zahnpasta, Schokocreme oder als Zusatzstoff für „grünes“ Benzin. Doch die Produktion ist alles andere als grün, wie hinlänglich bekannt ist. Für die Plantagen wird in Indonesien, Malaysia oder Liberia Primärwald abgeholzt, oft einfach durch Brandrodung. Die Habitate vieler geschützter Arten wie dem Orang-Utan gehen dabei verloren.   ... →

Zulieferer von Wilmar International Ltd. entsprechen nicht den Nachhaltigkeitsprinzipien des Agrarkonzerns

Laut einem neuen Bericht der indonesischen NRO Greenomics wendet Wilmar International Ltd.  seine Nachhaltigkeitsgrundsätze derzeit nicht auf Drittanbieter an. Mit der im Dezember 2013 veröffentlichten Richtlinie verpflichtet sich der indonesische Agrarkonzern dazu, die Entwicklung von Palmölplantagen in sensiblen Waldgebieten zu vermeiden. Dabei sollen insbesondere die Erschließung und Brandrodung von Waldflächen mit hohem Kohlenstoffbestand (HCS) und torfhaltigen Böden beendet sowie die Rechte der Landbesitzer und der indigenen Bevölkerung respektiert werden.   ... →

Tagebuch der Zerstörung: FOEE enthüllt illegale Palmölaktivitäten in Indonesien

Die Organisation Friends of the Earth Europe (FOEE) gab kürzlich in einer Presseerklärung die Veröffentlichung des Informationsblattes „Bumitamas Tagebuch der Zerstörung“ bekannt. Die Broschüre stellt die zerstörerischen und illegalen Praktiken des indonesischen Palmölproduzenten Bumitama Agri Ltd. in Indonesien dar. In zeitlicher Abfolge werden dort die einzelnen Umweltvergehen beschrieben. So betreibt der Konzern seine Palmölaktivitäten in Gebieten, die mit dem Attribut „High Conservation Value, HCV“ verbunden werden, also als ökologisch sehr wertvoll gelten.   ... →

Rainforest Action Network kritisiert Lebensmittelhersteller und ihre Verbindung zu Palmöl

Das Rainforest Action Network hat vor der Handelskammer in Chicago gegen die Verwendung von Palmöl demonstriert. Solches Palmöl sei ein Hauptgrund für das Aussterben der Orang Utans und für die Abholzung in Malaysia und Indonesien. In einem kürzlich veröffentlichten Report hatte RAN große Lebensmittelhersteller wie Pepsi, Heinz, und Kraft für ihre mangelhafte Palmölpolitik kritisiert: Die Hersteller könnten nicht sicherstellen, dass das in ihren Produkten verwendete Palmöl nicht mit Menschenrechtsverletzungen, Umweltverschmutzung und Abholzung in Verbindung steht.   ... →