Nestle und Unilever unter den größten Verschmutzern der Meere

 Beispielbild: ein von Plastikmüll verschmutzer Strand in Ägypten | Bild (Ausschnitt): © Vberger [Public Domain] - Wikimedia

Laut eines Berichts von n-tv haben Greenpeace-Aktivist*innen an einem philippinischen Strand eine Woche lang mehr als 50 000 Plastikmüllteile eingesammelt und den verursachenden Konzernen zugeordnet. Dabei stellte sich heraus, dass 17 % der Tüten- und Flaschenreste von Nestlé-Produkten stammen und 10 % von Unilever.

Diese Müllmengen würden v. a. dadurch verursacht, dass die Großkonzerne auf den stark von Armut betroffenen Philippinen ihre Produkte wie Instantkaffee, Shampoo, Öl oder Zahnpasta zunehmend in Kleinstverpackungen, den sogenannten Sachets, verkauften.   ... →

Hohe Gewinne trotz nachhaltiger Investmentregeln – Norwegischer Pensionsfonds erreicht für das Jahr 2016 eine Rendite von 6,9%

Der Norwegische Pensionsfond (NPF) verwaltet ein Vermögen von mehr als 840 Milliarden Euro und ist somit der größte staatliche Pensionsfond der Welt. Das Geld stammt größtenteils aus den Öleinnahmen Norwegens und hat das Ziel, Pensionen auch für zukünftige Generationen zu sichern und Ölpreis-Schwankungen auszugleichen.

Der NPF verfügt über eine Ethikkommision, die Investments des Fonds in Unternehmen nach internen Richtlinien und in Anlehnung an die OECD Principles of Corporate Governance, die UN Guiding Principles on Business and Human Rights sowie den UN Global Compact prüft und gegebenenfalls ausschließt.   ... →

Kritik an Wilmar hält an: Amnesty International beklagt Arbeitsrechtsverletzungen und Einschüchterungen

 West Kalimantan 
Boy collecting Fresh Fruit Bunches (FFB) in an oil palm plantation. Sanggau, West Kalimantan. November 2005. | Bild (Ausschnitt): © Wakx [CC BY-NC-SA 2.0] - flickr

Ob Nestlé, Unilever, Procter & Gamble oder Kellog, Palmöl ist in nahezu allen uns geläufigen Markenprodukten enthalten. Dahinter steckt nicht selten ein Name: Wilmar, ein Agrarkonzern und führender Palmölproduzent. Insbesondere in Indonesien ist der Konzern über ein Tochterunternehmen tätig und verantwortet dort Zwangsarbeit, Diskriminierung, Niedriglöhne und Kinderarbeit, wie Amnesty International in einem Bericht aus dem Jahr 2016 offenlegte.   ... →

Zertifizierter Kaffee – missachtete Arbeitsrechte

Die NGO Repórter Brazil veröffentlichte Ende 2016 die bereits fünfte Ausgabe ihres „Monitor“-Reports.
„Certified coffee – rightless workers” präsentiert drei konkrete Fälle, in denen zertifizierte Kaffeebetriebe die Arbeitsrechte – insbesondere von Saisonarbeitern – verletzen. Mit Nestlé, Starbucks und Ecom Trading sind hiervon internationale Großkonzerne betroffen, die ihre Kaffeeprodukte mit bewährten Gütesiegeln, wie UTZ, Rainforest Alliance und Certifica Minas vermarkten.   ... →

Explosion und Brand in Verpackungsfabrik in Bangladesch

In der Verpackungsfabrik Tampaco Foils Ltd., die im Industrieort Tongi rund 20 km nördlich der bangladeschischen Hauptstadt Dhaka gelegen ist, kam es Anfang September 2016 zu einer schweren Explosion. In dem anschließenden Brand starben mindestens 30 Menschen, zahlreiche weitere wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt.

Tampaco Foils Ltd., Bangladeschs größter Hersteller von Verpackungen für Tabak und andere Konsumgüter, ist Zulieferer für zahlreiche lokale, aber auch international agierende Unternehmen, darunter die örtlichen Niederlassungen des Schweizer Lebensmittelkonzerns Nestlé und des Tabakkonzerns British American Tobacco (BAT).   ... →

Nestlé, Cargill und Archer Daniels Midland: Zivilverfahren wegen Kinderarbeit in Côte d´Ivoire

Wie Facing Finance im Januar dieses Jahres berichtete, haben sechs ehemalige Kinderarbeiter Klage gegen Nestlé, Archer Daniels Midland und Cargill eingereicht. Sie geben an, aus Mali nach Côte d´Ivoire verschleppt und dort zur Kakaoernte gezwungen worden zu sein.

Ursprünglich wurde die Klage bereits im Jahr 2005 eingereicht, 2010 aber mit der Begründung abgelehnt, dass sie nicht unter den Alien Tort Claims Act fiele.   ... →