Deutsche Unternehmen unterstützen eine gesetzliche Sorgfaltspflicht für Menschenrechte und Umwelt

  Bild (Ausschnitt): © Screenshot des Statements für eine gesetzliche Regelung menschenrechtlicher und umweltbezogener Sorgfaltspflichten mit allen Unterzeichnern (stand: 9.12.19).

42 deutsche Unternehmen und eine Investoren-Arbeitsgruppe haben eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet, mit der sie sich für eine gesetzliche Regelung zu menschenrechtlichen und umweltbezogenen Sorgfaltspflichten einsetzen. Die Unterzeichner sind sowohl kleine und mittlere Unternehmen als auch große multinationale Konzerne wie Hapag-Lloyd, Nestlé Deutschland, Ritter Sport, Tchibo und Vaude.

Im Rahmen des Nationalen Aktionsplans (NAP) zur Umsetzung der UN Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte setzt die Bundesregierung bei der Einhaltung von menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten bisher auf Freiwilligkeit.   ... →

Noch immer kein verbindliches Gesetz zur Sanktionierung von indirekter Menschenrechtsverletzung durch deutsche Unternehmen

| Bild (Ausschnitt): © Raimond Spekking [CC BY-SA 4.0] - climatevisuals

Im Jahr 2011 wurden die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte einstimmig im UN-Menschenrechtsrat angenommen. Die 31 Leitprinzipien beruhen auf drei Grundlagen, die die Rolle der Staaten und der Unternehmen sowie Rechtsmittel zur Abhilfe im Falle von Menschenrechtsverletzungen hervorheben. Die Grundidee und damit wichtigster Baustein der Leitprinzipien ist die „menschrechtliche Sorgfaltspflicht“. Unternehmen sollen nicht nur Verantwortung für das konzerneigene Handeln übernehmen, sondern auch die Verantwortung für die Auswirkungen ihrer sämtlichen Aktivitäten tragen.   ... →

Klage gegen Lafarge wegen Zusammenarbeit mit IS in Syrien

Die NGOs Sherpa und das ECCHR (European Center for Constitutional and Human Rights) haben Anklage gegen den französischen Konzern Lafarge erhoben. Dem weltweit führenden Zementhersteller und seiner syrischen Niederlassung Lafarge Cement Syria (LCS) wird vorgeworfen Geschäftsbeziehungen zum so genannten „Islamischen Staat“ (IS ) gepflegt und so Terroraktivitäten, sowie Kriegs- und Menschenrechtsverletzungen unterstützt zu haben.
Um seine Produktion aufrechtzuerhalten, entrichtete LCS seit 2013 im Gebiet zwischen Rakka und Manbij Zölle an den IS und beschaffte sich Rohmaterialien über die Terrororganisation.Das Unternehmen ließ seine ausländischen Arbeitskräfte zwar bereits zu Beginn der Krise in ihre Heimatländer zurückkehren, die syrischen Mitarbeiter seien hingegen weiterhin beschäftigt worden und so fahrlässig Gefahren ausgesetzt gewesen.   ... →

Die 50 größten CO2-Produzent*innen sollen für die Folgen des Klimawandels Verantwortung übernehmen

Am 22.September 2015 startete Greenpeace Südostasien gemeinsam mit philippinischen Taifun-Überlebenden eine Petition, die die philippinische Menschenrechtskommission auffordert zu prüfen, ob die Hauptverursacher*innen des Klimawandels rechtlich zur Verantwortung gezogen werden können. Auch Amnesty International, Attac und weitere Organisationen zählen zu den Unterstützer*innen.

Der menschengemachte Klimawandel hat seine Ursache in jahrzehntelangen hohen Treibhausgasemissionen, die zu einem großen Teil durch Erdöl-, Erdgas-, Zement- und Kohlekonzerne und ihren ökonomischen Interessen ermöglicht und gefördert wurden.   ... →

Belo Monte: Profit europäischer Konzerne zerstört Natur und Lebensraum ansässiger Indigenen

Das Belo Monte Staudammprojekt in Pará, im Nordosten von Brasilien, das Anfang 2011 genehmigt wurde, ist bereits in vollem Gange. Es betrifft den Fluss Xingú sowie die angrenzenden Landflächen und Anwohner. Insgesamt ist eine Fläche von 1.500 km² direkt von den Baumaßnahmen und den Überflutungen betroffen und hätte eine Umsiedlung von bis zu 40.000 Menschen auf diesem Gebiet zur Folge.   ... →