Defenders of the Earth Report – 2016 wurden weltweit mindestens 200 Aktivist*innen ermordet

Erlaubnis von Global Witness (Billy Kyte) erteilt am 21.07.2017 Bewohner*innen werden bei der Zwangsräumung eines Dorfes in der Nähe des Cerrejón-Tagebaus (Kolumbien) von der Polizei verhaftet. | Bild (Ausschnitt): © Rafael Ríos - Global Witness

Anfang Juli hat die NGO Global Witness ihren „Defenders of the Earth Report 2016“ veröffentlicht. Global Witness kam zu dem Ergebnis, dass 2016 mindestens 200 Menschen ermordet wurden, die ihr Land bzw. ihre Umwelt gegen die Landnahme durch multinationale Konzerne verteidigt haben.

 

2016 wurde die bisherige Höchstzahl an Morden erreicht

Noch nie gab es so viele Morde an Aktivist*innen für Landrechte und Umwelt wie 2016.   ... →

Ghana: AngloGold Ashanti wegen Verstoß gegen Bergbau- und Rohstoffgesetz angeklagt

Bauern aus fünf verschiedenen Gemeinden in Ghana bezichtigen AngloGold der Missachtung ihrer Menschenrechte. Die Kläger werfen dem Unternehmen vor, gegen Bergbau- und Rohstoffgesetz zu verstoßen, welches eine Einigung über die Landnutzung zwischen Gemeinden und Unternehmen vorschreibt. Die Bauern beziehen sich hier auf den Ausbau des Obuasi-Bergbaus, die in Kooperation mit Randgold geplant und entwickelt wird.

„In unserem Fall drang die AGA zuerst in unser Land ein, zerstörte die Ernte und als dann Druck aufkam entschloss sie sich, Verhandlungen mit den betroffenen Bauern zu aufzunehmen.   ... →

Deadly Environment: Der dramatische Anstieg von Morden an Umwelt- und Landrechtsaktivisten

Wer sich für den Schutz der Umwelt einsetzt, lebt gefährlich. Die erschreckenden Zahlen dazu publizierte Global Witness in einer neuen Studie „Deadly Environment“.

Demnach wurden zwischen 2002 und 2013 weltweit 903 Aktivisten im Kampf gegen Umweltzerstörungen getötet. Besonders alarmierend ist, dass sich die Zahl seit der letzten Untersuchung zwischen 1992-2002 verdreifacht hat.

Global Witness hebt in dem Bericht hervor, dass Nachforschungen zu diesem Thema fast unmöglich seien.   ... →

Coca-Cola spricht sich gegen Landgrabbing aus

Coca-Cola reagiert auf Vorwürfe der Nichtregierungsorganisation Oxfam und verpflichtet sich dazu, Landraub durch zuliefernde Zuckeranbaubetriebe nicht weiter zu tolerieren. Bis vor Kurzem hatte Coca Cola eine Verantwortung für Landkonflikte abgelehnt.

2013 startete Oxfam die Kampagne „Behind the Brands“, in der die zehn größten Lebensmittel- und Getränkehersteller für ihre Zuliefererpraktiken kritisiert werden. Sieben der zehn darin untersuchten Unternehmen bezogen in ihren Richtlinien keine Stellungnahme zum Thema Landnahme.   ... →

Neue Datenbank zu weltweitem „Landgrabbing“

Seit ein paar Jahren berichten Medien über den Trend, dass Regierungen und private Unternehmen unter Ausschluss der Öffentlichkeit Land aufkaufen. Die, zumeist in ärmeren Staaten, erworbenen Böden werden in der Regel als Plantagen genutzt. Gegner dieses „Landgrabbing“ kritisieren, dass die ursprünglichen Bewohner der betroffenen Gebiete von den neuen Besitzern häufig vertrieben werden. Nach Meinung von Experten sind besonders öffentliches Weideland und Flächen, die der Gemeinschaft gehören, vom Landgrabbing bedroht, weil die einfache Bevölkerung sich oft nicht rechtlich zur Wehr setzen kann.   ... →

AngloGold Ashanti: Landnahme

Menschenrechtsverletzungen in Ghana

Der Fall James Sarpong: Als AGA 2009 mit einschüchternden Methoden versuchte, für neue Deponien ihres Abraums die Anwohner aus ihren Dörfern zu vertreiben, blieb James Sarpong hartnäckig. Er widerswtzte sich dem Druck des Bergbauunternehmens und verließ sein Dorf nicht.

Doch im Juni 2009 beantragte AngloGold Ashanti beim Gericht in Sekondi-Takoradi einen Räumungsbefehl für das Eigentum von James Sarpong.   ... →