Deutsche Versicherer und ihr Geschäft mit der Kohle

 Polnisches Kohlekraftwerk Opole, das nur 100 km von Kattowitz, wo die 24. Klimakonferenz stattfinden wird, entfernt ist | Bild (Ausschnitt): © Catz [CC BY-SA 4.0] - Wikimedia

Laut einem im Februar erschienenem Bericht der Initiative Unfriend Coal finanzieren und ermöglichen europäische Versicherer, insbesondere auch die deutsche Allianz Gruppe, massiv polnische Kohlekraftwerke sowie deren Expansion. Tatsächlich hatte die Allianz bereits Ende 2015 bekannt gegeben, Investitionen in Kohleunternehmen teilweise zu stoppen. Dabei war von Unternehmen die Rede, die mehr als 30 Prozent ihrer Energie aus Kohle erzeugen oder 30 Prozent ihrer Gewinne durch den Kohleabbau generieren.   ... →

Rio Tinto: Revolution der Aktionäre?

 Eine von Rio Tinto betriebene Mine in Andalusien | Bild (Ausschnitt): © Junta de Andalucia [CC BY-SA 2.0] - flickr

Rio Tinto, eine der weltweit größten Bergbau-gesellschaften, sieht sich mit einem Antrag auf den Ausstieg aus klimafeindlichen Lobbygruppen konfrontiert. Dieser wurde am vergangenen Freitag von drei institutionellen Investoren eingereicht, die insgesamt ein Vermögen in Höhe von 53 Milliarden Euro verwalten und davon 63 Millionen Euro in Aktien des Minenunternehmens investiert haben.

Das Unternehmen mit Sitz in Melbourne und London ist unter anderem Mitglied in den Vereinigungen Minerals Council of Australia (MCA), NSW Minerals Council (NSWMC) und Queensland Resources Council (QRC).   ... →

ClientEarth: BP und Glencore führen Investoren hinters Licht

Ölteppiche im Golf von Mexiko nach der Explosion der BP-Ölplattform Deepwater Horizon im Mai 2010 | Bild (Ausschnitt): © Office of Response and Restoration [CC BY 2.0] - flickr

Im Mai dieses Jahres erhielten die Rohstoffgiganten BP und Glencore sowie deren Investoren einen offenen Brief der britischen Umweltorganisation ClientEarth, der die Vorhersagen der beiden Konzerne über die zukünftige Nachfrage nach Öl und Kohle in Frage stellt. Vorbild ist der Konzern ExxonMobil, gegen den die New Yorker Staatsanwaltschaft 2016 Ermittlungen wegen der Vertuschung des Klimawandels aufgenommen hat.   ... →

Auch Versicherer müssen aus der Kohleindustrie aussteigen

Ausblick von der Halde Haniel in Bottrop nach Osten auf das Kraftwerk Scholven in Gelsenkirchen-Scholven.
 | Bild (Ausschnitt): © Arnoldius [CC BY-SA 3.0] - Wikimedia

Zur Realisierung von Projekten sind Unternehmen auf die finanziellen Mittel von Banken und Investoren angewiesen. Ein weiterer Akteur gerät bei diesen Investitionen oft in Vergessenheit: Versicherungen. Sie stellen einen entscheidenden Bestandteil jeder Großinvestition dar, indem sie Banken und Investoren ermöglichen, sich vor potentiellen Risiken zu schützen. Schon länger fordern Klimaschützer und NROs, dass Banken nicht mehr in Projekte und Unternehmen investieren, die die Umwelt verschmutzen und den Klimawandel vorantreiben.   ... →

Deutsche Bank: Schluss mit Kohlefinanzierung?

Es klingt nach fabelhaften Neuigkeiten: im Rahmen der Paris Pledge for Action bekräftigt die Deutsche Bank in einer Stellungnahme, sie werde „keine Finanzierungsverpflichtungen für neue Projekte zur Förderung von Kraftwerkskohle und den Neubau von Kohlekraftwerken eingehen“ und ihre Finanzierungen für den „Bereich Kraftwerkskohle“ schrittweise verringern. Damit schließt die Bank sich in Deutschland der Commerzbank an, und überholt andere Banken wie die DZ Bank, die LBBW und die UniCredit Bank, die nach wie vor keinen Ausstieg aus der Kohle angekündigt haben.   ... →

Klimabetrug – Wie der Handel mit Klimazertifikaten ad absurdum geführt wird

Gemäß einer in dem Wissenschaftsmagazin Nature Climate Change veröffentlichten Studie wurden in Russland und der Ukraine Millionengewinne auf Kosten des Weltklimas erwirtschaftet. Ein Verfasser der Studie des Stockholm Environment Institutes (SEI), Lambert Schneider schätzt, dass bis zu 80% der russischen und ukrainischen Klimazertifikate aus solchen fragwürdigen Projekten stammt.
Recherchen des westdeutschen Rundfunks (WDR) und der Süddeutschen Zeitung (SZ) ergaben, dass auf diese Weise unter anderem das russische Unternehmen HaloPolymer einen Profit von knapp 200 Million US-Dollar machte.   ... →