Defenders of the Earth Report – 2016 wurden weltweit mindestens 200 Aktivist*innen ermordet

Erlaubnis von Global Witness (Billy Kyte) erteilt am 21.07.2017 Bewohner*innen werden bei der Zwangsräumung eines Dorfes in der Nähe des Cerrejón-Tagebaus (Kolumbien) von der Polizei verhaftet. | Bild (Ausschnitt): © Rafael Ríos - Global Witness

Anfang Juli hat die NGO Global Witness ihren „Defenders of the Earth Report 2016“ veröffentlicht. Global Witness kam zu dem Ergebnis, dass 2016 mindestens 200 Menschen ermordet wurden, die ihr Land bzw. ihre Umwelt gegen die Landnahme durch multinationale Konzerne verteidigt haben.

 

2016 wurde die bisherige Höchstzahl an Morden erreicht

Noch nie gab es so viele Morde an Aktivist*innen für Landrechte und Umwelt wie 2016.   ... →

Britische Teeproduktion in Indien: Die einen trinken Tee, die anderen werden ausgebeutet

Im September veröffentlichte der britische Nachrichtensender BBC in Kooperation mit Radio 4 eine Reportage über erschreckende Arbeits- und Wohnbedingungen indischer Arbeiter auf Teeplantagen, die für Großbritanniens größte Teemarken produzieren.
Obwohl die Plantagenbetreiber in Indien per Gesetz verpflichtet sind, angemessene Häuser und Sanitäranlagen als Teil des Lohns bereitzustellen, fanden die Reporter erschreckende Zustände auf Teeplantagen im indischen Assam: baufällige Häuser, keine Elektrizität, defekte oder versperrte Toiletten, überlaufendes Abwasser – die Bilder der Reporter, geschossen unter anderem auf Plantagen des weltweit größten Teeproduzent McLeod Russel und Zulieferer für PG Tips, Liptons, Tetley und Twinings, zeugen von menschenunwürdigen Lebensbedingungen.   ... →

Nestlé – Gesichtsverlust in Indien

Die indische Tochter des Nahrungskonzerns Nestlé steht nach dem Fund hoher Mengen Blei in Maggi-Instant-Nudeln unter scharfer Kritik. Die Behörden haben Anzeige erstattet.

Ermittler hatten bei einer zufälligen Kontrollprobe im April bedenkliche Mengen Blei sowie Mononatriumglutamat trotz gegensätzlicher Kennzeichnung in den in Indien sehr beliebten Instant-Nudeln gefunden. Nestlé India widersprach der Behörde und handelte sich damit reichlich Kritik ein.   ... →

Merck: Lebensgefährliche Impfstoffe und illegale Tests in Indien

Die beide Pharmariesen Merck und GlaxoSmithKline haben mit den Impfstoffen Gardasil bzw. Cervarix jeweils ein Mittel gegen einige Typen der Humanen Papillomviren (HPV) entwickelt, die Gebärmutterkrebs verursachen sollen. So wirkt Gardasil gegen die HPV Viren der Typen 6, 11, 16, 18; Cervarix dagegen gegen die Typen 16 und 18. Viele andere der mehr als 100 HPV-Viren, darunter auch weitere hochriskante Viren, werden durch die Mittel nicht beeinflusst.   ... →

Weltweite Protestmärsche gegen Monsanto

Am 22.05. fand erneut eine weltweite Protestaktion gegen den umstrittenen Agrarriesen Monsanto statt. Die gleichnamige Bewegung „March against Monsanto“ protestiert damit in über 50 Städten gegen Gentechnik, schädliche Herbizide, und Monopolbildung im Agrarsektor. Die Veranstalter gehen von über 2 Mio. Teilnehmern weltweit aus.

Monsanto wird unter anderem dafür kritisiert, sich Patente auf Saatgut zu sichern, den Anbau des eigenen Saatguts vertraglich vorzuschreiben und bei Verstößen den Landwirten hohe Strafen anzudrohen.   ... →

Monsantos Geschäft in Indien: Von Saatgut und Selbstmord

Menschenrechtsverletzungen und schleichende Umweltzerstörung in Indien

In Indien kontrolliert Monsanto rund 95 Prozent des gesamten Baumwollsaatgutes. Weltweit werden Saatgutgesetze erlassen, laut denen Saatgut zunächst registriert werden muss, bevor es legal angebaut werden darf. Dies soll einerseits einer Stabilität des Saatgutmarktes und -Bestandes dienen. Andererseits hat es für Kleinbauern aber auch zur Folge, dass sie gezwungen werden, ihr Saatgut bei Großkonzernen zu beziehen und sich dabei hoch zu verschulden.   ... →