Noch immer kein verbindliches Gesetz zur Sanktionierung von indirekter Menschenrechtsverletzung durch deutsche Unternehmen

| Bild (Ausschnitt): © Raimond Spekking [CC BY-SA 4.0] - climatevisuals

Im Jahr 2011 wurden die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte einstimmig im UN-Menschenrechtsrat angenommen. Die 31 Leitprinzipien beruhen auf drei Grundlagen, die die Rolle der Staaten und der Unternehmen sowie Rechtsmittel zur Abhilfe im Falle von Menschenrechtsverletzungen hervorheben. Die Grundidee und damit wichtigster Baustein der Leitprinzipien ist die „menschrechtliche Sorgfaltspflicht“. Unternehmen sollen nicht nur Verantwortung für das konzerneigene Handeln übernehmen, sondern auch die Verantwortung für die Auswirkungen ihrer sämtlichen Aktivitäten tragen.   ... →

PepsiCo: Abnehmer von Conflict Palm Oil aus Indonesien

 Protest gegen Menschenrechtsverletzungen in der Lieferkette von Pepsi Cola. ©Walter Hergt | Bild (Ausschnitt): © Walter Hergt [CC BY-NC 2.0] - flickr

Palmöl findet sich als Zutat in vielen verschiedenen Produkten; in Zahnpasta, Schokocreme oder als Zusatzstoff für „grünes“ Benzin. Doch die Produktion ist alles andere als grün, wie hinlänglich bekannt ist. Für die Plantagen wird in Indonesien, Malaysia oder Liberia Primärwald abgeholzt, oft einfach durch Brandrodung. Die Habitate vieler geschützter Arten wie dem Orang-Utan gehen dabei verloren.   ... →

Die 50 größten CO2-Produzent*innen sollen für die Folgen des Klimawandels Verantwortung übernehmen

Am 22.September 2015 startete Greenpeace Südostasien gemeinsam mit philippinischen Taifun-Überlebenden eine Petition, die die philippinische Menschenrechtskommission auffordert zu prüfen, ob die Hauptverursacher*innen des Klimawandels rechtlich zur Verantwortung gezogen werden können. Auch Amnesty International, Attac und weitere Organisationen zählen zu den Unterstützer*innen.

Der menschengemachte Klimawandel hat seine Ursache in jahrzehntelangen hohen Treibhausgasemissionen, die zu einem großen Teil durch Erdöl-, Erdgas-, Zement- und Kohlekonzerne und ihren ökonomischen Interessen ermöglicht und gefördert wurden.   ... →

Wal Mart: Sklavenarbeit für Garnelen

Garnelen waren einst ein Luxusgut, doch längst sind sie zu niedrigen Preisen in jedem Supermarkt erhältlich. Welche Kosten Arbeiter in Thailand dafür bezahlen müssen, zeigt eine sechsmonatige Untersuchung des britischen Guardian. Demnach herrschen auf thailändischen Fischkuttern, die Teil der Garnelenproduktion sind, sklavenähnliche Bedingungen. Die meist ausländischen Arbeiter werden für rund 300 Euro von Boot zu Boot verkauft und unter Androhung extremer Gewalt oft über Jahre festgehalten.   ... →

AngloGold Ashanti, AngloAmerican und andere Minenunternehmen: Arbeiter leiden unter gesundheitlichen Folgen von jahrelanger Arbeit in Minen

Menschenrechtsverletzungen in Lesotho

Die Arbeit in Minen kann langfristige Folgen auf die Gesundheit der Bergarbeitern haben. Oft arbeiten sie jahrelang unter Tage ohne ausreichenden Schutz. Eine wachsende Zahl von Bergarbeitern aus Lesotho berichten nun über gesundheitliche Probleme. Sie inhalierten Kieselerdestaub von goldhaltigen Steinen und erkrankten im nachhinein an Silikose (Quarzstaublunge), einer Krankheit, die Atemnot, permanenten Husten und Brustschmerzen verursacht.   ... →

AngloGold Ashanti: Von Goldminenkonzern angestellte Sicherheitskräfte schießen auf Einwohner

Menschenrechtsverletzungen in Ghana

Am 10. August 2011 schossen Sicherheitskräfte in der Nähe von Obuasi, Ghana, auf Kwame Eric of Binsere, einen 23 jährigen Mann, der unerlaubt das Gelände von AngloGold Ashanti betrat. Das Unternehmen setzt private Sicherheitsfirmen zur Überwachung seiner Gelände ein.

2006 beauftragte AngloGold Ashanti das Militär mit der Überwachung seines Geländes. Am 2. August 2006, als einige Bauern einen Weg um die Schuttdeponie des Unternehmens benutzten, da diese den Weg zu ihren Bauernhöfen versperrte und somit verlängerte, wurden sie von den militärischen Einsatzkräften angeschossen.   ... →