Keine Einigung über Menschenrechtsstandards für Zulieferer deutscher Unternehmen

Am 21.10.2016 verabschiedete die Bundesregierung ihren Nationalen Aktionsplan zur Umsetzung der VN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte (NAP). Der Plan sieht vor, dass sich bis 2020 mindestens die Hälfte aller Großunternehmen, also Unternehmen über 500 Mitarbeiter, freiwillig für die Einhaltung der Menschenrechte entlang der gesamten Lieferkette verantwortlich zeigen. Der Plan entstand unter Federführung des Auswärtigen Amts und in Kooperation mit Wirtschaftsverbänden, Gewerkschaftsvertretern sowie Experten zivilgesellschaftlicher Akteure.   ... →

Noch immer kein verbindliches Gesetz zur Sanktionierung von indirekter Menschenrechtsverletzung durch deutsche Unternehmen

| Bild (Ausschnitt): © Raimond Spekking [CC BY-SA 4.0] - climatevisuals

Im Jahr 2011 wurden die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte einstimmig im UN-Menschenrechtsrat angenommen. Die 31 Leitprinzipien beruhen auf drei Grundlagen, die die Rolle der Staaten und der Unternehmen sowie Rechtsmittel zur Abhilfe im Falle von Menschenrechtsverletzungen hervorheben. Die Grundidee und damit wichtigster Baustein der Leitprinzipien ist die „menschrechtliche Sorgfaltspflicht“. Unternehmen sollen nicht nur Verantwortung für das konzerneigene Handeln übernehmen, sondern auch die Verantwortung für die Auswirkungen ihrer sämtlichen Aktivitäten tragen.   ... →