„Beziehungspflege“ im Kongo – Korruptionsvorwürfe gegen Glencore

Glencore Logo Bild: © Glencore – wikimedia

Glencore, der weltgrößte Rohstoffkonzern, wird der Korruption in der Demokratischen Republik Kongo verdächtigt und soll auf dieser Grundlage verklagt werden. Eine Glencore-Tochterfirma soll seit 2013 jährlich sechs Millionen US-Dollar an eine Firma in der Demokratischen Republik Kongo gezahlt haben, welche dafür gewisse Gegenleistungen erbringen sollte. Eine dieser Gegenleistungen wird als „Pflege der Beziehungen“ zur kongolesischen Präsidentschaft beschrieben.   ... →

Paradise Papers: Glencores dubiose Geschäfte

 Die Kamoto-Untergrundmine, eine Mine der Glencore-Tochter Katanga im Kongo. | Bild (Ausschnitt): © Dave Dyet [CC BY-NC 2.0] - flickr

Panama Papers reloaded: Anfang November veröffentlichte die Süddeutsche Zeitung geleakte Daten der Anwaltskanzlei Appleby und der Unternehmensberater Estera und Asiaciti Trust, die sog. Paradise Papers. Neben vielen Prominenten, Politikern und anderen Unternehmen taucht auch der Schweizer Rohstoffkonzern Glencore in den Dateien auf.

Dies betrifft gleich zwei Sachverhalte: Zum einen wurde der dubiose israelische Geschäftsmann Dan Gertler darauf angesetzt, den Preis für Schürfrechte für die Katanga-Minen in der Demokratischen Republik Kongo (DRC) neu zu verhandeln.   ... →

Glencore: Sieben Menschen sterben bei Minenunglück in der Demokratischen Republik Kongo

  Bild (Ausschnitt): ©  Fairphone [CC BY-NC 2.0] - Flickr

Am 8. März stürzte in der Katanga Mine von Glencore in der Demokratischen Republik Kongo eine Seitenwand ein. Nach 10 Tagen beendete Katanga Mining die Suche nach Überlebenden. Glencore hält 75 % der Anteile an Katanga Mining, die im Tagebau Kupfer abbaut.

Das Unternehmen spricht von sieben Toten. Doch nur von drei Arbeitern konnten die Körper bislang geborgen werden.   ... →

Studie gibt Handlungsempfehlung für mehr Nachhaltigkeit in der Lieferkette von Rohstoffen

Menschen und Arbeitsrechtsverletzungen, Umweltverschmutzung und –zerstörung. Viele Unternehmen können nicht ausschließen, dass in ihrer Lieferkette verschiedenste ethische oder ökologische Standards verletzt werden. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn eine hohe Abhängigkeit von Zulieferern besteht, da Unternehmen sich teilweise auf die Angaben dieser verlassen müssen. Unternehmen können dabei verschiedene Anreize haben, ihre Lieferkette genauestens zu überwachen.   ... →

Kinderarbeit für die Hosentasche

Rund um die Uhr haben wir elektronische Geräte um uns herum, sie begleiten uns am Tag und in der Nacht. Nur die wenigsten von uns wissen, was für Materialien darin stecken. Noch weniger ist bekannt, unter welchen katastrophalen Umständen die notwendigen Rohstoffe gefördert werden. Jetzt hat ein Bericht von Amnesty International und Afrewatch aufgezeigt, wie verheerend die Produktionsbedingungen bei der Gewinnung von Kobalt in der Demokratischen Republik Kongo sind.   ... →

Anvil Mining: Kanadischer Konzern unterstützt kongolesisches Militär bei gewaltsamer Unterdrückung eines Aufstandes

Menschenrechtsverletzungen in der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo)

Der Minenkonzern Anvil Mining leistete kongolesischen Truppen, die gewaltsam einen Aufstand in der Minenstadt Kilwa unterdrückten, logistische Unterstützung.

Laut der Canadian Association Against Impunity (CAAI) stellte Anvil Mining 2004 dem kongolesischen Militär Flug- und Fahrzeuge zur Verfügung, um einen Aufstand in Kilwa zu unterdrücken. Eine Gruppe von Rebellen hatte versucht die kongolesische Stadt, in der Anvil Mining operiert, zu übernehmen.   ... →