Defenders of the Earth Report – 2016 wurden weltweit mindestens 200 Aktivist*innen ermordet

Erlaubnis von Global Witness (Billy Kyte) erteilt am 21.07.2017 Bewohner*innen werden bei der Zwangsräumung eines Dorfes in der Nähe des Cerrejón-Tagebaus (Kolumbien) von der Polizei verhaftet. | Bild (Ausschnitt): © Rafael Ríos - Global Witness

Anfang Juli hat die NGO Global Witness ihren „Defenders of the Earth Report 2016“ veröffentlicht. Global Witness kam zu dem Ergebnis, dass 2016 mindestens 200 Menschen ermordet wurden, die ihr Land bzw. ihre Umwelt gegen die Landnahme durch multinationale Konzerne verteidigt haben.

 

2016 wurde die bisherige Höchstzahl an Morden erreicht

Noch nie gab es so viele Morde an Aktivist*innen für Landrechte und Umwelt wie 2016.   ... →

Blutbefleckte Kohle aus Kolumbien

Die Mine mache sie krank, sagen die Bewohner der Guajira, einer von vielen Regionen in Kolumbien, in denen Kohle abgebaut wird. Wissenschaftliche Studien, die ihre gesundheitlichen Schäden bestätigen würden, können sie sich nicht leisten, doch die Menschen in der Nähe der riesigen Kohlemine leiden zunehmend unter Atemwegserkrankungen und Kopfschmerzen. Die Betreiber der Mine hingegen sagen, es gebe keinen Zusammenhang zwischen den Krankheiten der Bewohner und dem Kohleabbau, auch wenn die Mine bereits bedrohlich dicht an das Dorf der Wayúu – einer ethnischen Gruppe in der Guajira-Region – heranreicht.   ... →