Samarco Mineração: Neueste Entwicklungen im „Dammbruch-Verfahren“

 

Im November 2015 bricht ein Damm des Bergbauunternehmens Samarco und tötet 17 Menschen, verletzt 16 schwer und zerstört mehrere Dörfer völlig. Über zwei Jahre nach Brasiliens bisher größter Umweltkatastrophe können die sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Folgen der Katastrophe für die Betroffenen immer noch nicht vollständig abgeschätzt werden.

Im März 2016 hatten Samarco und die Trägergesellschaften des Joint Ventures Vale und BHP Billiton mit der brasilianischen Regierung und den betroffenen Bundesstaaten eine Vereinbarung unterzeichnet (siehe hierzu unseren letzten Dirty Profits Bericht 6 und den damaligen Bericht auf unserer Website).   ... →

Brasiliens Präsident Temer „vergoldet“ geschützten Amazonas-Regenwald

  Bild (Ausschnitt): © Rainforest Action Network [CC BY NC 2.0] - flickr

In der vergangenen Woche hat der derzeit wegen Korruption angeklagte brasilianische Präsident Temer per Dekret ein riesiges Naturschutzgebiet im Amazonas-Regenwald zur Rohstoff-Ausbeutung freigegeben. Das Naturschutzgebiet befindet sich im Nationalpark Reserva Nacional do Corbe e Assiciados (Renca) in den nördlichen Bundesstaaten Amapá und Para. Die Fläche des freigegebenen Gebietes beträgt vier Millionen Hektar. Das entspricht ungefähr der Fläche von der Größe Dänemarks.   ... →

Cargill und Bunge weiter an der Zerstörung des Regenwaldes in Bolivien und Brasilien beteiligt

Die neue Studie der Organisation Mighty Earth untersucht den Einfluss der weltweiten Fleischproduktion auf den südamerikanischen Regenwald. Besonders im Fokus steht hierbei die Soja-Produktion der beiden Großkonzerne Cargill und Bunge. Soja wird hauptsächlich als Futter in der Massentierhaltung verwendet. Die Soja-Produktion sorgt für immense Abholzung von Regenwald, da brasilianische und bolivianische Bauern in großem Umfang Bäume fällen, um ihre Anbaufläche zu steigern und größere Mengen liefern zu können.   ... →

Anglo American in Menschenrechtsverletzungen in Brasilien verstrickt

Im März 2016 veröffentlichte das Human Rights and Business Center (Homa) den Bericht „Violations of Human Rights by Companies – The Case of Açu Port“, in dem die sozialen und ökologischen Folgen des Açu Hafen und das damit verbundene Minas-Rio Projekt aufgezeigt werden.

2007 begann der Bau des Açu Hafens, des größten logistisch-industriellen Hafenkomplexes Lateinamerikas. Er besteht aus zwei Terminals mit einer Gesamtfläche von 90 Quadratkilometern und liegt in der Gemeinde São João da Barra nördlich von Rio de Janeiro.   ... →

Update: Polizeiliche Untersuchung deckt Fehlverhalten von Samarco bei Dammbruchunglück auf

 Das Dorf Bento Rodrigues nach dem Dammbruch am 5.November 2015. ©Senado Federal https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bento_Rodrigues, _Mariana,_Minas_Gerais_(22828956680).jpg  | Bild (Ausschnitt): © Senado Federal [CC BY 2.0] - Wikimedia

Brasiliens Staatspolizei hat die Bergbaufirma Samarco, ein Joint Venture von Vale S.A. und BHP Billiton, des vorsätzlichen Fehlverhaltens im Zusammenhang mit dem fatalen Dammbruch einer Eisenerzmine im November 2015 beschuldigt. Die Polizei kam Anfang Juni 2016 nach einer sieben Monate andauernden Untersuchung zum Schluss, dass Samarco eindeutige Anzeichen wie beispielsweise Risse, die auf das Bruchrisiko hinwiesen, bereits seit Jahren ignoriert habe.   ... →

Update: Bergbaukonzerne wegen Umweltkatastrophe am Rio Doce auf 38 Milliarden Euro verklagt

Die brasilianische Generalstaatsanwaltschaft reichte Anfang Mai 2016 eine Zivilrechtsklage gegen die Unternehmen Vale SA, BHP Billiton, ihr Joint Venture Samarco und die Bundesstaaten Minas Gerais und Espírito Santo ein. Damit zieht sie die AkteurInnen für den Dammbruch der Eisenerzmine von Samarco zur Verantwortung, der sich im November 2015 ereignet hatte und von der Präsidentin Dilma Rousseff als größte Umweltkatastrophe in Brasiliens Geschichte bezeichnet wurde.   ... →