Plötzliches Umdenken bei der Investition in Waffenhersteller?

 Halbautomatische Pistole produziert von Sturm Ruger | Bild (Ausschnitt): © Sturm, Ruger & Co. Firearms [CC BY-SA 3.0] - Wikimedia

Nach dem jüngsten Amoklauf von Parkland vor einem Monat kommt es nun auch in der Finanzwelt langsam zu einem Umdenken. So kündigte BlackRock an, Gespräche mit den Herstellern von Handfeuerwaffen zu führen, um höhere Transparenz und Sicherheit zu schaffen. BlackRock ist der größte Finanzdienstleister der Welt und verwaltet ein Vermögen von ungefähr sechs Billionen US-Dollar. Zusätzlich hat das Unternehmen seine Kunden über ihre Investments in Waffenunternehmen aufgeklärt und ihnen Alternativen angeboten, sowie die Einrichtung von Fonds ohne Waffenbeteiligung angekündigt.Damit steht BlackRock nicht alleine da: Auch State Street Global Advisers (SSGA) möchte seinen Einfluss nutzen, um einen verantwortungsvolleren Umgang mit zivilen Feuerwaffen voranzubringen.   ... →

Hohe Gewinne trotz nachhaltiger Investmentregeln – Norwegischer Pensionsfonds erreicht für das Jahr 2016 eine Rendite von 6,9%

Der Norwegische Pensionsfond (NPF) verwaltet ein Vermögen von mehr als 840 Milliarden Euro und ist somit der größte staatliche Pensionsfond der Welt. Das Geld stammt größtenteils aus den Öleinnahmen Norwegens und hat das Ziel, Pensionen auch für zukünftige Generationen zu sichern und Ölpreis-Schwankungen auszugleichen.

Der NPF verfügt über eine Ethikkommision, die Investments des Fonds in Unternehmen nach internen Richtlinien und in Anlehnung an die OECD Principles of Corporate Governance, die UN Guiding Principles on Business and Human Rights sowie den UN Global Compact prüft und gegebenenfalls ausschließt.   ... →

Blackrock verklagt Deutsche Bank – „Wesentliche Pflichten“ als Treuhändler verletzt

Nachdem sich die Deutsche Bank vergangene Woche mit dem US Justizministerium auf eine Strafzahlung in Höhe von 7,2 Milliarden Dollar geeinigt hat, hat nun ein New Yorker Gericht eine Klage von Blackrock, dem weltweit größten Vermögensverwalter, sowie der Allianz-Tochter Pimco gegen die Deutsche Bank in den meisten Punkten zugelassen.

Die Deutsche Bank kaufte Anfang des Jahrtausends US-Immobilienhypotheken, kombinierte diese zu neuen Finanzprodukten (Wertpapieren), verkaufte diese unter anderem an ihre beiden Großaktionäre Blackrock und Pimco und verwaltete sie weiterhin treuhänderisch.   ... →

Grupo Mexico: Wasserverseuchung durch Schäden im Auffangbecken

Am 7. August 2014 sickerten rund 40,000 Kubikmeter Abwasser, welches mit Säure versetztes Kupfersulfat und Schwerminerale enthielt, von einer nordmexikanischen Kupfermine in zwei Flüsse. Diese liegen nur etwa 40km von der US-Grenze entfernt. Der Ursprungsort dieses toxischen Lecks war die Buenavista Kupfer Mine in Cananea Sonora, die von der Bergbaugesellschaft Grupo Mexiko betrieben wird.

Unmittelbar nach der Katastrophe prüfte Mexikos Nationale Wasser Kommission genauestens den Anteil der im Wasser enthaltenen Chemikalien.   ... →

Weitere milliardenschwere Klagen gegen die Deutsche Bank

Im März 2014 berichtete Facing Finance bereits über die Goldpreismanipulationen der LBMA (London Bullion Market Association), welche aus den fünf internationalen Großbanken Barclays, HSBC, Société Générale, der Bank of Nova Scotia und der Deutschen Bank besteht. Die Deutsche Bank wies zu diesem Zeitpunkt noch jegliche Vorwürfe von sich und erklärte, sich gegen die Belastungen zu verteidigen.   ... →

Europäische Firmen sind in kontroverses Belo Monte Damm Projekt verwickelt

Der Bau des Belo Monte Damms wird wegen Umweltschäden, Umsiedlungen und wegen der Entziehung der Lebensgrundlage von 40.000 Menschen kritisiert. Bisher ist man jedoch davon ausgegangen, dass die brasilianische Regierung hautpsächlich in das Projekt investiert ist. Ein Report hat nun enthüllt, dass ausländische Firmen und Finanzinstitutionen, darunter auch europäische, indirekt 10 Prozent des Pojektes besitzen. Zu den Investoren gehören unter anderem Blackrock, Vanguard, Norges Bank und die Allianz.   ... →