Defenders of the Earth Report – 2016 wurden weltweit mindestens 200 Aktivist*innen ermordet

Erlaubnis von Global Witness (Billy Kyte) erteilt am 21.07.2017 Bewohner*innen werden bei der Zwangsräumung eines Dorfes in der Nähe des Cerrejón-Tagebaus (Kolumbien) von der Polizei verhaftet. | Bild (Ausschnitt): © Rafael Ríos - Global Witness

Anfang Juli hat die NGO Global Witness ihren „Defenders of the Earth Report 2016“ veröffentlicht. Global Witness kam zu dem Ergebnis, dass 2016 mindestens 200 Menschen ermordet wurden, die ihr Land bzw. ihre Umwelt gegen die Landnahme durch multinationale Konzerne verteidigt haben.

 

2016 wurde die bisherige Höchstzahl an Morden erreicht

Noch nie gab es so viele Morde an Aktivist*innen für Landrechte und Umwelt wie 2016.   ... →

BHP und BP investieren in neues Ölprojekt „Mad Dog“ im Golf von Mexiko

 Picture of the Mad Dog spar, located in the Gulf of Mexico. Taken in July 2012. To be included in the "Spar" article. | Bild (Ausschnitt): © Cndn Bacon [CC BY-SA 3.0] - Wikimedia

Einige Jahre nach der Katastrophe um die Bohrinsel Deepwater Horizon werden führende Ölkonzerne wieder im Golf von Mexiko aktiv. Mit einer Investition von 2,2 Mrd. USD wird der australisch-britische Bergbaukonzern BHP Billiton den Ausbau der Ölplattform „Mad Dog“ weiter vorantreiben, wie das Unternehmen Anfang Februar mitteilte . Der Projektpartner BP initiierte „Mad Dog Phase 2“ Ende letzten Jahres.   ... →

Update: Dammbruch in Brasilien: Anklage gegen leitende Führungskräfte

Bento Rodrigues, Mariana, Minas Gerais Local: Distrito de Bento Rodrigues, Município de Mariana, Minas Gerais.Foto: Rogério Alves/TV Senado | Bild (Ausschnitt): © Créditos: Rogério Alves/TV Senado (CC BY 2.0) [CC BY 2.0] - Wikipedia

 

Nach dem verheerenden Dammbruchunglück im brasilianischen Teilstaat Minas Gerais im November 2015, von dem auch FACING FINANCE mehrfach berichtete, wurden 21 leitende Angestellte der Bergbauunternehmen Samarco Mineração, Vale S.A. und BHP Billiton von der Staatsanwaltschaft in Brasilien wegen Mordes angeklagt.

Dies sind nicht die ersten Anschuldigungen, die gegenüber den Unternehmen erhoben werden. Bereits im Mai reichten unabhängige brasilianische Staatsanwälte wegen der massiven Umweltzerstörungen eine Zivilklage gegen den brasilianischen Minenkonzern Vale S.A.   ... →

Update: Polizeiliche Untersuchung deckt Fehlverhalten von Samarco bei Dammbruchunglück auf

 Das Dorf Bento Rodrigues nach dem Dammbruch am 5.November 2015. ©Senado Federal https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bento_Rodrigues, _Mariana,_Minas_Gerais_(22828956680).jpg  | Bild (Ausschnitt): © Senado Federal [CC BY 2.0] - Wikimedia

Brasiliens Staatspolizei hat die Bergbaufirma Samarco, ein Joint Venture von Vale S.A. und BHP Billiton, des vorsätzlichen Fehlverhaltens im Zusammenhang mit dem fatalen Dammbruch einer Eisenerzmine im November 2015 beschuldigt. Die Polizei kam Anfang Juni 2016 nach einer sieben Monate andauernden Untersuchung zum Schluss, dass Samarco eindeutige Anzeichen wie beispielsweise Risse, die auf das Bruchrisiko hinwiesen, bereits seit Jahren ignoriert habe.   ... →

Update: Bergbaukonzerne wegen Umweltkatastrophe am Rio Doce auf 38 Milliarden Euro verklagt

Die brasilianische Generalstaatsanwaltschaft reichte Anfang Mai 2016 eine Zivilrechtsklage gegen die Unternehmen Vale SA, BHP Billiton, ihr Joint Venture Samarco und die Bundesstaaten Minas Gerais und Espírito Santo ein. Damit zieht sie die AkteurInnen für den Dammbruch der Eisenerzmine von Samarco zur Verantwortung, der sich im November 2015 ereignet hatte und von der Präsidentin Dilma Rousseff als größte Umweltkatastrophe in Brasiliens Geschichte bezeichnet wurde.   ... →

Update: Umweltkatastrophe in Brasilien

Mittlerweile sind 13 Todesopfer bestätigt, weitere Menschen werden immer noch vermisst. Nach dem verheerenden Dammbruch in Brasilien am 05.11.2015, sollen BHP Billiton und Vale nun 4,9 Milliarden Euro zahlen. Der Betrag soll zur Entseuchung des Rio Doces und zur Entschädigung von betroffenen Menschen genutzt werden. Die Betreiber der Mine bestreiten weiterhin, dass giftige Stoffe bei dem Dammbruch freigegeben wurden.   ... →