Fast Fashion und niedrige Löhne – Was deutsche Investoren zu fairen Arbeitsbedingungen in H&M´s Fabriken beitragen können

 H&M in Zahlen | Bild (Ausschnitt): © n.v.

Kleidung der Marke H&M ist aus den meisten Kleiderschränken in Deutschland nicht wegzudenken. Unter Jugendlichen war H&M im Jahr 2015 zusammen mit der Sportmarke Nike die bekannteste Modemarke.

Doch wie sieht es mit den Arbeitsbedingungen und Lohnstrukturen in den Zulieferketten aus? Die Studie „Broke in Bangladesh“ von Future in Our Hands, Fair Action und dem norwegischen und schwedischen Fair Finance Guide zeigt, dass die Lohnstrukturen in den Zulieferländern wie beispielsweise Bangladesch, oft nicht einmal die Anforderungen an ein Existenzminimum erfüllen.   ... →

Explosion und Brand in Verpackungsfabrik in Bangladesch

In der Verpackungsfabrik Tampaco Foils Ltd., die im Industrieort Tongi rund 20 km nördlich der bangladeschischen Hauptstadt Dhaka gelegen ist, kam es Anfang September 2016 zu einer schweren Explosion. In dem anschließenden Brand starben mindestens 30 Menschen, zahlreiche weitere wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt.

Tampaco Foils Ltd., Bangladeschs größter Hersteller von Verpackungen für Tabak und andere Konsumgüter, ist Zulieferer für zahlreiche lokale, aber auch international agierende Unternehmen, darunter die örtlichen Niederlassungen des Schweizer Lebensmittelkonzerns Nestlé und des Tabakkonzerns British American Tobacco (BAT).   ... →

British American Tobacco: Verstöße gegen Arbeitsrechte auf Tabakplantagen in Bangladesch

Erst kürzlich hat Facing Finance die Ergebnisse einer Studie von Human Rights Watch über die Arbeitsbedingungen auf indonesischen Tabakplantagen aufgegriffen.

Nun berichtet die schwedische Organisation Swedwatch über ähnliche Vorfälle von Umwelt- und Menschenrechtsverletzungen in Bangladesch. Laut der Studie „Smokescreen in the supply chain“ sind auch die Zulieferer von British American Tobacco (BAT) in Bangladesch für schwere Verstöße gegen Menschenrechte wie verbreitete Kinderarbeit, Schäden an der Gesundheit und Überschuldung verantwortlich.   ... →

Business as usual – Arbeitsbedingungen für 3 Millionen Menschen in Textilfabriken in Bangladesch weiterhin katastrophal

Die Arbeits- und Sicherheitsbedingungen für die Beschäftigten in der Textilindustrie in Bangladesch haben sich nicht umfassend verbessert. Daran hat auch der nach der Rana Plaza Katastrophe installierte „Accord on Fire and Building Safety in Bangladesh“ – ein Sicherheitsstandard für Textilfabriken – nichts geändert.

Eine Studie des NYU Stern Center for Business and Human Rights zeigt nun, dass auf jede Fabrik, in der sich die Arbeitsbedingungen verbessern, viele Produktionsstätten kommen, in denen die Beschäftigten weiter unter katastrophalen Zuständen arbeiten.   ... →