Smartphone-Produktion: Nicht ganz makellos

Apple, Samsung oder LG – weshalb gerade in der Elektronikbranche das Leid der ArbeiterInnen besonders groß ist, verdeutlicht ein Kommentar im Journal Internationale Politik und Gesellschaft der Friedrich-Ebert-Stiftung. Adrienne Woltersdorf beleuchtet in „Schmutzige Smartphones“ die noch immer desolaten Zustände in der Smartphoneherstellung in China oder Vietnam.
Die schiere Anzahl auf der einen und die Marktmacht weniger globaler Technologiekonzerne auf der anderen Seite führen zu einem destruktiven Wettbewerb zwischen den asiatischen Produzenten und Zulieferern (Foxconn ist hier nur der bekannteste).   ... →

Samsung: Wie enden die zurückgerufenen Smartphones?

Mit dem Rückruf von weltweit 2,5 Millionen verkauften Mobiltelefonen des Typs Galaxy Note 7 startete Samsung im September 2016 eine der größten Rückrufaktionen der Branche. Das Unternehmen reagiert damit auf mehrere Zwischenfälle, in denen das Smartphone während des Aufladeprozesses überhitzte und vereinzelt sogar in Flammen aufging.

Bezüglich der Entsorgung der Galaxy Note 7 Mobiltelefone legte der Marktführer von Smartphones jedoch bisher keine offizielle Stellungnahme vor.   ... →

Schwere Arbeitsrechtsverletzungen in der thailändischen Hühnerproduktion

Die vier größten Produzenten für Masthühner in Thailand, „Charoen Pokphand Foods PCL“, „Laemthong Corporation Group“, „Centaco Group“ und „Saha Farms Group“, verletzen Arbeitsrechte in ihren Produktionsstätten, insbesondere die von Wanderarbeitern.

In einer 2015 durchgeführten Studie von Finnwatch wurden sechs große Fabriken in sechs thailändischen Provinzen untersucht. Dem daraus entstandenen Bericht zufolge wurden vielen Arbeitnehmern in den ausgewählten Fabriken hohe Vermittlungsgebühren berechnet, die sie durch ihre Löhne zurückzahlen mussten.   ... →

Schlechte Bedingungen für Arbeiter*innen der globalen Schuhindustrie

2014 wurden weltweit mehr als 24 Milliarden Schuhe produziert – zum Teil unter prekären Arbeitsbedingungen in den Schuhfabriken und Zulieferbetrieben, wie zwei im Juni 2016 veröffentlichte Berichte aufzeigen.

In dem Bericht “Trampling Workers Rights Underfoot” hat die Kampagne Change Your Shoes (CYS) untersucht, inwieweit global agierende Schuhunternehmen die Einhaltung der Menschenrechte in ihren Lieferketten sicherstellen. Dabei wurden Stellungnahmen und Dokumente von 28 Unternehmen, die in Europa stark vertreten sind, beurteilt, darunter Deichmann, Ecco, Mango, Adidas und Birkenstock.   ... →

Textilindustrie: Syrische Flüchtlinge von türkischen Zulieferern ausgebeutet

Dem internationalen Business and Human Rights Resource Centre zufolge sind in mehreren türkischen Zulieferbetrieben großer europäischer Textilkonzerne minderjährige syrische Flüchtlinge angestellt und ausgebeutet worden.

Vier Unternehmen mussten bei Nachforschungen feststellen, dass illegale syrische Flüchtlinge in ihren Betrieben arbeiteten. Dies betrifft H&M, C&A, Primark und NEXT. H&M und NEXT gaben zudem an, dass in ihren Fabriken syrische Flüchtlingskinder in die Produktion eingebunden waren.   ... →

Business as usual – Arbeitsbedingungen für 3 Millionen Menschen in Textilfabriken in Bangladesch weiterhin katastrophal

Die Arbeits- und Sicherheitsbedingungen für die Beschäftigten in der Textilindustrie in Bangladesch haben sich nicht umfassend verbessert. Daran hat auch der nach der Rana Plaza Katastrophe installierte „Accord on Fire and Building Safety in Bangladesh“ – ein Sicherheitsstandard für Textilfabriken – nichts geändert.

Eine Studie des NYU Stern Center for Business and Human Rights zeigt nun, dass auf jede Fabrik, in der sich die Arbeitsbedingungen verbessern, viele Produktionsstätten kommen, in denen die Beschäftigten weiter unter katastrophalen Zuständen arbeiten.   ... →