Deutsche Versicherer und ihr Geschäft mit der Kohle

 Polnisches Kohlekraftwerk Opole, das nur 100 km von Kattowitz, wo die 24. Klimakonferenz stattfinden wird, entfernt ist | Bild (Ausschnitt): © Catz [CC BY-SA 4.0] - Wikimedia

Laut einem im Februar erschienenem Bericht der Initiative Unfriend Coal finanzieren und ermöglichen europäische Versicherer, insbesondere auch die deutsche Allianz Gruppe, massiv polnische Kohlekraftwerke sowie deren Expansion. Tatsächlich hatte die Allianz bereits Ende 2015 bekannt gegeben, Investitionen in Kohleunternehmen teilweise zu stoppen. Dabei war von Unternehmen die Rede, die mehr als 30 Prozent ihrer Energie aus Kohle erzeugen oder 30 Prozent ihrer Gewinne durch den Kohleabbau generieren.   ... →

Pressemitteilung: Weltweite Investitionen in die Hersteller international verbotener Streubomben übersteigen 28 Milliarden US-Dollar – Starker Rückgang bei deutschen Finanzinstituten

Berlin (16.6.16) Die niederländische Organisation PAX, Mitglied der internationalen Cluster Munition Coalition, hat heute den Bericht “Worldwide Investments in Cluster Munitions: a shared responsibility” veröffentlicht. Darin wird dargelegt, dass trotz des internationalen Verbots von Streumunition seit 2012 weltweit 158 Finanzinstitutionen über 28 Milliarden US-Dollar in sieben Hersteller dieser Waffen investiert haben.

In den letzten Jahren sind die Investitionen deutscher Finanzinstitute in Streubomben-Hersteller deutlich zurückgegangen.   ... →

Allianz steigt aus dem Kohlegeschäft aus

Der Versicherungskonzern Allianz gab bekannt, dass Kohleprojekte aus Gründen des Klimaschutzes nicht mehr finanziert werden sollen. Folglich werden keine Investments mehr in Unternehmen getätigt, die mehr als 30 Prozent ihrer Energie aus Kohle ziehen oder 30 Prozent ihrer Gewinne durch den Kohleabbau generieren. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Allianz verstärkt in erneuerbare Energien investiert .   ... →

Europäische Firmen sind in kontroverses Belo Monte Damm Projekt verwickelt

Der Bau des Belo Monte Damms wird wegen Umweltschäden, Umsiedlungen und wegen der Entziehung der Lebensgrundlage von 40.000 Menschen kritisiert. Bisher ist man jedoch davon ausgegangen, dass die brasilianische Regierung hautpsächlich in das Projekt investiert ist. Ein Report hat nun enthüllt, dass ausländische Firmen und Finanzinstitutionen, darunter auch europäische, indirekt 10 Prozent des Pojektes besitzen. Zu den Investoren gehören unter anderem Blackrock, Vanguard, Norges Bank und die Allianz.   ... →

DZ Bank stellt Agrarspekulationen ein

In einem Schreiben an die Verbraucherorganisation Foodwatch erklärte die DZ Bank, sie werde sich komplett aus dem Bereich der Agrarspekulationen zurückziehen. Als Dachorganisation von 900 Volks- und Raiffeisenbanken fordert die DZ Bank sogar eine strengere Regulierung der Märkte für Agrarrohstoffe. Im Gegensatz zur Deutschen Bank und Allianz, die noch immer erhebliche Gewinne dank des riskanten Spiels mit dem Hunger einfahren, geht sie mit gutem Beispiel voran und verspricht, alle auf Agrarrohstoffen basierenden Wertpapiere in diesem Jahr auslaufen zu lassen.   ... →

Allianz überrascht mit Gewinnen – dank umstrittener Projekte

Gestern fand in München die Hauptversammlung der Allianz statt, wo das Unternehmen seine Aktionäre mit überraschend guten Quartalszahlen erfreute. Nach außen gibt sich die Allianz zwar häufig nachhaltig, spekuliert aber andererseits mit Agrarprodukten und unterstützt umstrittene Projekte. Beispielsweise versichert die Allianz in Brasilien das Energieprojekt Belo Monte, bei dem bis zu 40.000 Menschen durch den Bau eines Staudamms ihren Lebensraum verlieren könnten.   ... →