Samsung Electronics: Verletzung von Arbeitsrechten

Samsung Electronics wird vorgeworfen, hochgiftige Stoffe zu produzieren, ohne die Arbeiter darüber aufzuklären oder diese zu schützen. In chinesischen Zulieferfirmen kam es laut Chinese Labour Watch zu arbeitsrechtlichen Verstößen, u.a. Fälle von Kinderarbeit. [1]

Vorwürfe wegen gesundheitsgefährdender Arbeitsbedingungen:

Die südkoreanische Organisation SHARPS wirft dem Konzern vor, dass 140 ehemalige Mitarbeiter schwer erkrankt seien, darunter an Krebs. Im August 2012 gab die Organisation dem ZDF-Magazin „Frontal 21“ gegenüber 56 Todesopfer an.[2]

Samsung bestreitet weiterhin einen Zusammenhang zwischen den (Krebs-) Erkrankungen und den Arbeitsbedingungen. Obwohl eine Untersuchung des staatlichen Occupational Safety and Health Research Institutes blutkrebserregende Stoffe wie Benzol, Formaldehyd, Arsen und radioaktive Substanzen fand, beharrte das konzerneigene Gesundheitsforschungszentrum darauf, dass diese Stoffe in der Produktion nicht verwendet würden. Dem Unternehmen wird von mehreren Seiten der massive Widerspruch zwischen Profitstreben  und fehlender Verantwortung im Arbeitssicherheits- und Gesundheitsbereich vorgeworfen. [3]

Vorwürfe wegen Arbeitsrechtsverletzungen:

China Labour Watch (CLW) wirft dem Konzern Samsung massive arbeitsrechtliche Verstöße vor. Die Liste ist lang: erzwungene und exzessive Überstunden aufgrund geringer Löhne, unbezahlte Arbeit, bis zu 12 Stunden am Stück stehende Tätigkeit, systematische Einstellung minderjährige Arbeiter, Diskriminierungen, keine Ausgabe von Gehaltszetteln, fehlende Arbeitssicherheit, Unterbindung gewerkschaftlicher Organisation.[4]

Die Vorwürfe beziehen sich auf unternehmenseigenen Fabriken sowie Zulieferbetriebe. Bei der Firma HEG Electronics beispielweise seien gehäuft Fälle von Kinderarbeit aufgetreten. Die Minderjährigen müssen unter denselben Bedingungen wie erwachsene Angestellte arbeiten, erhalten dabei aber nur 70% des Lohnes.[5]

China Labour Watch fand heraus, dass es nicht unüblich ist, die Namen der minderjährigen Arbeiter auf ihren Werksausweisen durch die Namen ehemaliger erwachsener Arbeiter zu ersetzen, um Alterslegalität vorzutäuschen. Minderjährige Schüler werden systematisch direkt von Zulieferfirmen Samsungs entliehen und erhalten keinen Arbeitsvertrag. Der Vertrag wird mit den Schulen abgeschlossen und die erzwungene Arbeit den Schülern als verpflichtender Teil der Ausbildung verkauft.[6]

 

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