H&M: Verletzung von Arbeitsrechten in Usbekistan, Bangladesh und Kambodscha

Einem deutschen TV-Bericht mit dem Titel “Mein Kleid – Dein Leid” [1] zufolge gibt es Verbindungen  zwischen H&M und Kinderarbeit in Usbekistan und Bangladesch. Demnach arbeiten Kinder im Alter von zwölf Jahren bis zu 14 Stunden am Tag für einen äußerst niedrigen Lohn in den Fabriken der Textilzulieferer. Diese Textilien werden dann wiederum von H&M mit Werbesprüchen wie “Mode und Qualität zu Spitzenpreisen” verkauft. Das autoritäre Regime in Usbekistan erzielt gleichzeitig enorme Gewinne aus dem Export von  Baumwolle. [2]

Neben anderen großen Textilherstellern wurde H&M für die Arbeitsbedingungen in Kambodscha kritisiert. Dort waren 2011 hunderte Arbeiter in einer Zuliefererfabrik mit ungeklärter Ursache ohnmächtig geworden.[3]

Desweiteren hat H&M erklärt, die Technik der Sandbestrahlung nicht mehr anzuwenden, mit der Jeansprodukte behandelt werden. Allerdings zeigte ein kürzlich erschienener Bericht, dass Sandbestrahlung noch immer weit verbreitet ist und sowohl manuell als auch maschinell zur Anwendung kommt.[4] Sandbestrahlung verursacht nachweislich schwerwiegende Lungenerkrankungen, wie zum Beispiel die Staublunge.



[1] http://www.thelocal.se/39006/20120209/

[2] http://www.cleanclothes.org/news/2012/03/29/killer-jeans-still-being-made

Affected topics
  • Menschen- und Arbeitsrechte
Directly and indirectly (through shareholding) involved companies Indirect investors through shareholding

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