Glencore: Steuerflucht und Korruption

Publish What You Pay erklärte Glencore zum undurchsichtigsten Bergbauunternehmen im Hinblick auf Steuertransparenz. 46 Tochterfirmen von Glencore haben ihren Sitz in Steueroasen. [1]

2011 reichte eine Gruppe von NGOs Beschwerde gegen Mopani Copper Mine bei der OECD ein, in der sie das Unternehmen der Preis- und Kontomanipulation beschuldigten, um ihre Steuerzahlungen in Sambia zu verringern.[2]

Der Unterausschuss des britischen Parlaments für Internationale Entwicklung [3] eröffnete im Frühjahr 2012 Untersuchungen über Steuerhinterziehung in Entwicklungsländern.[4] Unter anderem wurden dabei Details von Glencores Tochterunternehmen in Sambia [5] und DR Kongo ausgewertet.[6]

Glencore betreibt Steuervermeidung allerdings nicht nur in Entwicklungsländern. Ein britischer Steuerexperte warf dem Unternehmen vor, die Kosten eines Tochterunternehmens in Großbritannien künstlich zu erhöhen und damit gleichzeitig seine Steuerzahlungen zu verringern, indem es Versicherungsverträge im Wert von rund 123 Millionen USD von dem eigenen Mutterunternehmen in der Schweiz kaufte.[7]


[4] http://taxpol.blogspot.de/2012/05/uk-hearings-on-tax-transparency.html

[5] http://www.thisismoney.co.uk/money/markets/article-2108904/MPs-eager-grill-Glencore-boss-Ivan-Glasenberg-tax.html#ixzz1oLCSEzAN

[6]  http://www.guardian.co.uk/business/2012/may/08/mining-firms-congo-deals?newsfeed=true

[7] http://www.londonmediaclub.org/glencore-accused-of-slashing-tax-bill-by-using-complex-insurance-deals.html

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