Lockheed Martin: Produktion von Atomwaffen

Laut Andrew Feinstein („Deadly Business“) werden in der Rüstungsindustrie 40% der weltweiten Korruption getätigt, mehr als in jedem anderen Industriezweig. Dabei seien Unternehmen wie Lockheed Martin, Boeing und BAE Systems bekannt dafür Politiker im internationalen Rahmen zu bestechen. Aus diesem Grund wurde beispielsweise das indische Verteidigungsministerium aktiv und schloss Lockheed Martin von weiteren Aufträgen aus.[1]

Lockheed Martin produziert mehrere Nuklearwaffen, wie die Trident II D5-Raketen für US-amerikanische Ohio- U-Boote und Vanguard- U-Boote, die sowohl von den Vereinigten Staaten als auch von Großbritannien verwendet werden.[2]

Außerdem ist Lockheed Martin Lieferant der modernen B61-12 TSA Leitwerkvorrichtung, die die Treffgenauigkeit von „Mini-Atombomben“ erhöhen soll. Diese Sprengsätze können dicke Bodenschichten durchdringen.[3] Derzeit sind alle amerikanischen Navy Atom-U-Boote und Flugzeugträger mit Waffensystemen von Lockheed Martin bestückt. [4]

Das schwedische Institut SIPRI setzte Lockheed Martin an die Spitze der Top 100 größten Waffenhersteller weltweit. Das Unternehmen hat bisher den UN Global Compact nicht unterzeichnet. [5]

[1] Jannis Brühl (2011): „Fehlende Ethik und Moral sind eine Qualifikation“, Süddeutsche Zeitung, Interview, 29.12.2011, abgerufen am 25.06.2012

Business Standard (2009): Ajai Shukla: No thanks, you´re blacklisted! 17. November, abgerufen am 25.06.2012

[2] Jan Willem van Gelder; Petra Spaargaren; Tim Wright (2012): „Don’t Bank on the Bomb – A global Report on the Financing of Nuclear Weapons Producers“, iCAN, abgerufen am 25.06.2012

[3] Federation of American Scientists (2013): „Jane’s Weapons Handbook 2012/2013 – Air-launched Weapons“, S. 417

[4] Lockheed Martin (2012): „Nuclear Systems and Solutions“, abgerufen am 25.06.2012

[5] SIPRI (2012): „The SIPRI Top 100 arms-producing and military services companies in the world excluding China, 2012“, abgerufen am 25.06.2012

Kommentare sind geschlossen.