BHP Billiton: Mozal Aluminiumhütte

In Mosambik betreibt BHP Billiton die Aluminiumhütte Mozal. Noch bevor der Umweltverträglichkeitsstudie des Unternehmens (Environmental Impact Assessment Report, EIAR) und dem Umweltmanagement-Plan zugestimmt wurde, wurde der Betrieb der Hütte im August 2000 aufgenommen. Seit Beginn seiner Aktivitäten hat BHP Billiton gegen verschiedene mosambikanische und internationale Gesetze und Bestimmungen verstoßen, vor allem im Zusammenhang mit Arbeits-, Umwelt- und Menschenrechten. 1.200 Familien wurden von ihren Ländereien und Heimen vertrieben, ohne vorher von der Regierung oder Mozal selbst informiert worden zu sein. Mozal missachtet Arbeitsrechte und verhindert die Gründung von Gewerkschaften. Arbeiter wurden dazu gezwungen, zwölf Stunden am Tag zu arbeiten, was gegen das Gesetz des Arbeitsministeriums verstößt, das acht Stunden am Tag vorsieht.

Einer unabhängigen Studie zur Umweltverträglichkeit zufolge fehlt es Mozal an Bereitschaft, Umweltaspekte – und standards zu berücksichtigen, die sich aus Zusagen des Unternehmens selbst und aus gesetzlichen Bestimmungen ergeben. Boden- und Wasserverseuchung, Luftverschmutzung, Entwaldung, Zwangsumsiedlungen der ansässigen Gemeinden und die Gefährdung des Lebensraums sind einige der Probleme, die Mozal verursacht.[1]

 


[1] Forschung betrieben durch Samuel Mondlane – Justica Ambiental Mozambique, 2011 bis 2012

 

Case location
Maputo, Mosambik
Mozambique


Affected topics
  • Umwelt-, Arten- und Klimaschutz
  • Menschen- und Arbeitsrechte
Directly and indirectly (through shareholding) involved companies Indirect investors through shareholding

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