Lonmin: Streikende Minenarbeiter erschossen

In Marikana, in der Nähe von Johannesburg, kam es im August 2012 zu Demonstrationen. 3.000 Arbeiter, die dort in den Minen Platin abbauen, forderten von ihrem Arbeitgeber Lonmin mehr Lohn. Der Streik geriet außer Kontrolle, 34 Arbeiter wurden von der Polizei erschossen, weitere verletzt oder festgenommen.  Die Demonstrationen zeigten deutlich die Frustration der Arbeitnehmer, für die Lonmin veranwortlich ist. Der Lohn reicht kaum zum Leben aus und die Arbeitsbedingungen sind katastrophal. Immer wieder kommt es in den Minen zu Unfällen, weil Lonmin nicht für ausreichende Sicherungen sorgt. Die Lebensbedingungen in Marikana selbst, wo die Arbeiter mit ihren Familien leben, sind ähnlich erschreckend. Lonmin errichtete die Wohnviertel, kümmert sich seit dem jedoch nicht darum. Der Strom kann für Wochen ausfallen, immer mehr Menschen leben in Baracken statt Häusern. Es wurden kaputte Abflussrohre  entdeckt, dessen verunreinigtes Wasser direkt in die Flüsse fließt. Viele Kinder in Marikana, die neben den undichten Rohren leben, haben Krankheiten, die im Zusammenhang mit ihrer schmutzigen Umgebung stehen. Lonmin wurde mehrmals über diese Umstände informiert ohne jedoch entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

2013 wurde Lonmin für den Public Eye Award nominiert.

Weitere Quellen:

London Mining Network (en)

Die Welt

Handelsblatt

Zeit online 

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