Anglo American: Gesundheits- und Arbeitsbedingungen in Minen

Am 5. Oktober 2012 entließ Anglo American Platinum (Amplats) 12.000 Minenarbeiter in Südafrika wegen ihres angeblich gesetzwidrigen Streiks. Mindestens 20.000 Minenarbeiter bei Amplats streikten seit dem 12. September 2012 und verlangten ein Nettogehalt von 12.500 Rand (circa 1.500 US Dollar). Außerdem warfen die Arbeiter dem Unternehmen vor, verantwortlich für ihre arbeitsbedingten Krankheiten zu sein. Die Minenarbeiter beschuldigten das Unternehmen, sie wissentlich Siliziumstaub ausgesetzt zu haben, was zu Atemwegserkrankungen wie der Staublunge oder Tuberkulose führen kann.[1]

2004 wurde ein Gerichtsverfahren gegen Anglo American eröffnet, in dem 18 ehemalige Arbeiter Kompensationszahlungen einforderten. Eine Schiedsgerichtsverhandlung wurde für September 2013 festgesetzt [2], die in einem vertraulichen Vergleich endete [3]. 


[1] Dugan, Emily (2012): Gold miners call British firm to account. The Independent, 15.04.2012; www.independent.co.uk/news/world/africa/gold-miners-call-british-firm-to-account-7645961.html

[2] http://uk.reuters.com/article/2012/10/01/us-safrica-silicosis-anglo-idUKBRE8900E620121001

[3]  Cropley, E. (2013, September 25). Anglo South Africa settles silicosis case with 23 gold miners, Reuters: in.reuters.com/article/2013/09/25/us-angloamerican-silicosisidINBRE98O0GH20130925

Case location
Südafrika
South Africa


Affected topics
  • Menschen- und Arbeitsrechte
Affected norms and standards Directly and indirectly (through shareholding) involved companies Indirect investors through shareholding

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