Vedanta: Bauxitmine und Aluminiumraffinerie in Orissa, Indien

Update März 2015:
Erneut steht die Vorgehensweise des britischen Konzerns Vedanta im indischen Bundesstaat Odisha in der Kritik. Laut Aktivsten der indischen NGO „Water Initatives Odisha“ hat Vedanta auf 247.74 Acre (rund ein km² oder 100 Hektar) ohne Genehmigung ein Flugascheabsatz-Becken errichtet1, das einen integralen Bestandteil des von Vedanta geplanten Kraftwerks darstellt. Bereits seit 2010 versucht die NGO auf unrechtmäßige Tätigkeiten von Vedanta und der Tochterfirma Sesa Sterlite aufmerksam zu machen- bisher ohne Erfolg. Der NGO zufolge sei der Bau des Beckens trotz seiner Illegalität von den lokalen Behörden unterstützt worden.

 

Seit April 1997 plant Vedanta den Bau einer Bauxitmine am Fuße der Niyamgiri Berge in Orissa, Indien, um die nahegelegene Aluminium-Raffinerie in Lanjigarth mit Rohmaterial versorgen zu können. [1]  Bisher bezog Vedanta das benötigte Bauxit aus meist illegal operierenden Minen. Die Planungen unterlagen heftiger internationaler Kritik aufgrund der Missachtung der Rechte der ansässigen indigenen Gruppe der Dongria Kondh und ihrer heiligen Stätten. Vedanta hatte es zudem versäumt, die Dongria Kondh während der Planungsphase der Mine einzubeziehen. Das indische Ministerium für Wald- und Umweltschutz bestätigte, dass durch die Mine einer der heiligsten Orte der Dongria Kondh zerstört werden würde. Eine Klage vor der OECD führte zu einem Stopp des Projekts durch das indische Ministerium für Wald- und Umweltschutz. Vedanta erhob gegen diese Entscheidung Einspruch und möchte weiterhin das Bauxitvorkommen erschließen.
Obwohl der Bau der Mine gestoppt wurde, ist die Raffinerie von Vedanta weiterhin aktiv und verursacht erhebliche Umweltschäden, vor allem durch den bei der Aluminiumproduktion erzeugten roten Schlamm. Durch Austreten des roten Schlamms entstandene Verschmutzungen aus einem angelegten Lagerbecken in der Nähe eines Flusses sind bereits dokumentiert. [2]

 

[1]London Mining Network (2012): UK-listed Mining Companies and the case for stricter oversight;

Amnesty International (2012): Vedanta’s perspective uncovered. Policies cannot mask practices in Orissa.

[2] http://www.amnesty.org/en/news-and-updates/india-toxic-sludge-leak-vedantas-red-mud-pond-threatens-rural-communities-2011-06-0


  1. http://odishachannel.com/index.php/3532/vedanta-must-be-punished-for-illegal-fly-ash-pond-says-activist/ , abgerufen am 05.03.2015) []
Case location
Kalahandi, Odisha, India
India


Affected topics
  • Menschen- und Arbeitsrechte
  • Umwelt-, Arten- und Klimaschutz
Directly and indirectly (through shareholding) involved companies Indirect investors through shareholding

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