Areva: Uranabbau in Gabun

Über 40 Jahre lang baute Comuf, eine Tochtergesellschaft von AREVA, Uran in Mounana, im südlichem Gabun ab. Nachfahren von ehemaligen gabunischen und französischen Minenarbeitern sterben aufgrund von Spätfolgen. [1] Anwohner der ganzen Region leiden ebenso unter lebensbedrohlichen Krankheiten. Obwohl der Abbau in der Mounana Mine im Jahr 1999 eingestellt wurde, kam eine Studie des Europäischen Parlaments von 2010 zu dem Schluss, dass „frühere Bergbauaktivitäten weiterhin Gesundheitsrisiken in der örtlichen Bevölkerung und Umwelt verursachen.“ [2] Durch den Druck der Zivilgesellschaft die Bevölkerung für die erlittenen Gesundheitsrisiken zu entschädigen, begann AREVA eine Initiative zur Gesundheitsförderung und Kompensation. Dies scheiterte jedoch, weil das Programm nicht an die Bedürfnisse der einheimischen Bevölkerung angepasst war. Die beteiligten NGOs kündigten deshalb ihre Zusammenarbeit mit AREVA auf und erklärten: “[…] AREVAS Management vernachlässigte die Umsetzung von Absprachen und machte aus dem Projekt eine Werbekampagne.“ [3] Die NGOs kritisierten darüber hinaus, dass Entschädigungen nur an ehemalige französische Arbeiter gezahlt wurde, während örtliche Minenarbeiter vernachlässigt wurden. Die Säuberungsmaßnahmen des Unternehmens seien zudem unzureichend, und die Anwohner blieben den giftigen Strahlungen weiterhin ausgesetzt. [4]

Trotz der ungeklärten Schwierigkeiten in Mounana bemüht sich AREVA mit einer Kampagne darum, den Uranabbau in Gabun wieder aufzunehmen. [5] 

[1] Res Gehriger (2004): “Gabon. Unregulated Mining Endangers Lives”, WISE/NIRS Nuclear Monitor, 616 (abgerufen am 02.10.2013); France 24 English (2011): Gabon: The impact of AREVA’s uranium mining, Video (abgerufen am 02.10.2013).

[2]  Europäisches Parlament (2010): “Potential use of radioactively contaminated mining materials in the construction of residential homes from open pit uranium mines in Gabon and Niger”, Directorate B Policy Department Study (abgerufen am 02.10.2013).

[3] Khephren Fanga (2012): “Sherpa withdraws from AREVA Talks”, Gabonews, 19. Dezember (abgerufen am 02.10.2013).

[4] Grégoire Allix (2012): “AREVA accusée de négliger l’impact de ses mines d’uranium en Afrique”, Le Monde, 18. Dezember (abgerufen am 02.10.2013).

[5] AREVA (n.d.): AREVA Gabon. Discovering new deposits (abgerufen am 02.10.2013).

Case location
Mounana, Gabon
Gabon


Affected topics
  • Menschen- und Arbeitsrechte
  • Umwelt-, Arten- und Klimaschutz
Directly and indirectly (through shareholding) involved companies Indirect investors through shareholding

Kommentare sind geschlossen.