Okkupiert, annektiert und profitiert

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Wie internationale Unternehmen und deutsche Finanzinstitute von völkerrechtswidrigen Handlungen in besetzten und annektierten Gebieten profitieren und diese fördern

  • Deutsche Banken unterhalten Finanzbeziehungen zu Unternehmen, die in besetzten und annektierten Gebieten tätig sind, in einer Größenordnung von 44 Mrd. €
  • Unternehmen und Banken vernachlässigen ihre menschenrechtliche Aufsichtspflicht und laufen Gefahr sich an völkerrechtswidrigen Siedlungsaktivitäten, Zerstörung von Infrastruktur oder der Ausbeutung von Ressourcen in besetzten und annektierten Gebieten zu beteiligen und davon zu profitieren
  • Allein auf die Deutsche Bank entfallen 45% dieser Finanzbeziehungen, auch die KfW ist betroffen
  • Nur wenige Banken schließen Finanzbeziehungen zu Unternehmen strikt aus, die in besetzten und annektierten Gebieten tätig sind
  • Auch deutsche Konzerne wie Siemens, HeidelbergCement und DHL fallen in der Studie negativ auf

Berlin (13.8.2019): Eine heute in Berlin veröffentlichte Studie der NGO Facing Finance dokumentiert 27 Unternehmen, die in besetzten und annektierten Gebieten (Westsahara, Krim und den palästinensischen Gebieten) tätig sind und dort riskieren, völkerrechtswidrige Handlungen zu unterstützen.   ... →

Pressemitteilung: Wer Killerroboter nicht verbieten will, wird scheitern

 UN Konferenzraum in Genf | Bild (Ausschnitt): © Facing Finance
  • Russland und die Vereinigten Staaten setzen ihren verlorenen Kampf gegen einen unvermeidlichen Verbotsvertrag für autonome Waffen fort
  • Beide Staaten sorgen für ein erbärmliches Finale der heute früh beendeten UNO-Gesprächsrunde über tödliche autonome Waffensysteme (Killerroboter)
  • Auch Deutschland verweigert nach wie vor Verbotsverhandlungen

(Berlin/Genf) – 22. August 2019 – Bei der Sitzung der Regierungsexperten der VN Waffenkonvention (CCW) zum Thema tödliche autonome Waffensysteme in dieser Woche diskutierten die CCW-Vertragsstaaten bis in die frühen Morgenstunden, konnten sich aber nicht auf ein aussagekräftiges Ergebnisdokument einigen.   ... →

Presseerklärung: Friede sei mit euch! Wie der Krieg im Jemen Europas Kassen klingeln lässt – auch die der Deutschen Bank

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(22.5.2019) Der heute in Frankfurt/Main von der NGO Facing Finance vorgestellte Bericht DIRTY Profits 7 deckt die Finanzbeziehungen der 10 europäischen TOP-Banken zu Rüstungsexporteuren auf, die seit 2015 in die krisenbehaftete MENA-Region (Nahost und Nordafrika) und damit besonders für den Jemen-Krieg Waffen lieferten.

Das Ergebnis: Alle 11 untersuchten Rüstungsunternehmen, die in die MENA-Region exportiert haben, was die von Saudi-Arabien angeführte Kriegsallianz einschließt, wurden in einer Größenordnung von über 24 Mrd.   ... →

Pressemitteilung – Nachhaltigkeit bei deutschen Banken: Licht und Schatten

  • Deutliche Verbesserung bei LBBW und Pax-Bank
  • Apotheker- und Ärztebank: Nachhaltigkeit in homöopathischen Dosen
  • Sparkassen bilden Schlusslicht

Berlin (13.05.2019) – Zum vierten Mal präsentiert der von Facing Finance koordinierte Fair Finance Guide Deutschland (FFG) heute das Niveau sozialer und ökologischer Nachhaltigkeitsregeln bei deutschen Banken und Sparkassen. Der Fair Finance Guide, das erste transparente Vergleichsportal für Bankkund*innen in Deutschland, prüft die Selbstverpflichtungen von 14 Geldinstituten anhand von über 280 Kriterien in Bezug auf ihre Übereinstimmung mit internationalen Nachhaltigkeitsstandards.   ... →

Pressemitteilung – Bundesregierung: „Autonome Waffensysteme, die der Verfügung des Menschen entzogen sind, lehnen wir ab“ – deren Verbot auch!

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(Berlin/Genf 29.3.2019) – Die kürzlich von Bundesaußenminister Heiko Maas erhobene Forderung, man müsse jetzt einen großen Schritt »hin zur weltweiten Ächtung vollautonomer Waffen« unternehmen, fand bei den heute endenden Experten-Gesprächen der Vereinten Nationen (VN) in Genf keinen Widerhall, erstaunlicherweise auch nicht bei der deutschen Delegation. Während Außenminister Maas im Vorfeld der VN-Expertengespräche erklärte, auch er wolle langfristig und grundsätzlich ein solches Verbot, ignorierten die Statements deutscher Diplomaten diese Perspektive vollends.   ... →

Deutsche Zivilgesellschaft fordert von Bundesregierung umgehende Unterstützung für ein rechtsverbindliches Verbot autonomer Waffen

 Global Meeting of the Campaign to Stop Killer Robots Foto: Stephan Röhl | Bild (Ausschnitt): © n.v.

(Berlin, 21.3.2019) – Sperrfrist 11:00 – In einem offenen Brief an Außenminister Heiko Maas fordern 12 deutsche Nichtregierungsorganisationen und Hilfswerke ein klares Bekenntnis der amtierenden Bundesregierung zu der im Koalitionsvertrag zugesagten globalen Ächtung autonomer Waffensysteme. Die Organisationen, darunter Brot für die Welt, Misereor, Greenpeace und Oxfam, rufen die Bundesregierung dazu auf, sich im Rahmen der Expertengespräche der Vereinten Nationen in Genf (CCW) umgehend und explizit für ein verbindliches Verbot von autonomen Waffensystemen auszusprechen bzw.   ... →