Rechtliche Auseinandersetzungen mit Energieversorger & Mineralölkonzern

 Polnisches Kohlekraftwerks „Ostrołęka C“ | Bild (Ausschnitt): © Sylwester Górski [CC BY-SA 4.0] - Wikimedia Commons

Die Zahl der klimabedingten Klagen gegen Konzerne steigt weltweit an. Unlängst gab es zwei Rechtsstreitigkeiten gegen den polnischen Energieversorger Enea S.A. und den US-amerikanischen Mineralölkonzern ExxonMobil.

Gerichtsurteil zum letzten polnischen Kohlekraftwerk „Ostrołęka C“

Die gemeinnützige Rechtsorganisation ClientEarth hat im Oktober 2018 Klage gegen den polnischen Energieversorgungskonzern Enea S.A. eingereicht. Speziell ging es um das Kohlekraftwerk „Ostrołęka C“, welches aus einem Joint-Venture der Unternehmen Enea und Energa hervorgehen soll.   ... →

Dammbruch in Brasilien: Bergbaukonzern Vale SA wird zu Schadenersatz verurteilt

Ein halbes Jahr nach der Katastrophe an der Mine Córrego de Feijaoim brasilianischen Brumadinho verurteilte ein Gericht den Bergbaukonzern Vale SA vergangene Woche zu vollem Schadenersatz.[1]

 

Am 25. Januar war der Damm eines Rückhaltebeckens der Eisenerzmine gebrochen und setzte eine Schlammlawine frei, die in die Umgebung des Bergbaus stürzte und über 246 Menschen in den Tod riss.   ... →

Eindringlicher Aufruf der OSZE-Länder zur Unterstützung der Verhandlungen über das Verbot tödlicher autonomer Waffen

Parlamentarier aus den 57 Mitgliedsländern der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), die in Luxemburg zu ihrer jährlichen Parlamentarischen Versammlung zusammengekommen sind, haben am 8. Juli 2019 die Declaration on Advancing Sustainable Development to Promote Security (Luxembourg Declaration) angenommen. Diese Erklärung, die darauf abzielt, Frieden, Abrüstung und nachhaltige Entwicklung zu fördern, enthält einige erfreuliche Abschnitte.   ... →

Einladung zur Vorstellung des neuen Dirty Profits Berichtes – Banken und Bomben außer Kontrolle?

Die Vorstellung des Berichtes erfolgt am 22.5. 18:00 im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit anschließendem Imbiss in der Evangelischen Akademie Frankfurt, Römerberg 9, 60311 Frankfurt

Der Export von Rüstungsgütern an kriegführende Staaten verlängert Konflikte und Kriege. Dies hat schwerwiegende Folgen für die Zivilbevölkerung, verhindert Entwicklungschancen von Ländern und Gesellschaften und es kommt zu starken Migrationsbewegungen und Flüchtlingsströmen.   ... →

Wirtschaft und Menschenrechte: Regierung steht mal wieder nicht zu ihrem Wort

 Dhaka Savar Building Collapse | Bild (Ausschnitt): © rijans [CC BY-SA 2.0] - flickr

Immer wieder gibt es Fälle von eklatanten Umwelt- und Menschenrechtsverstößen durch Unternehmen: „Industrieunfälle“, bei denen Tonnen giftiger Produkte Gewässer verseuchen, Kinderarbeit auf Kakaoplantagen, Ausbeutung von Arbeitern*innen in Textilfabriken oder Ermordung von Menschenrechtsverteidiger*innen. Unternehmen mit Sitz in Deutschland sind hier keine Ausnahme. Auch sie verletzen in ihren Auslandsgeschäften allzu häufig Menschenrechte und Umweltstandards.

Seit langem fordert die Zivilgesellschaft verbindliche Regeln für Unternehmen zum Schutz von Mensch und Umwelt – auch bei ihren Auslandstätigkeiten.   ... →

Raus aus den RWE-Aktien!

 RWE-Bagger im Tagebau Hambach
von Arthur Konze- Eigenes Werk CC BY-SA 4.0
https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=72100401  | Bild (Ausschnitt): © Arthur Konze [CC BY-SA 4.0] - Wikimedia

Es scheint, als sei das Ende des Kohlezeitalters gekommen. Die deutsche Kohlekommission sucht nach einem Weg bis 2030 aus der Kohle auszusteigen, um die Abmachungen des Pariser Klimaabkommens doch noch einhalten zu können. Vorreiter des nachhaltigen Investments, wie der norwegische Pensionsfonds, haben Kohle bereits aus ihrem Anlageuniversum verbannt. Erneuerbare Energien sind auf dem Vormarsch und in diesem Jahr wurde hier bereits genug Strom aus erneuerbaren Energien gewonnen, um alle Haushalte in Deutschland für ein ganzes Jahr zu versorgen.   ... →