Klimasünder Fleisch

Cows Bild: © Graham C99 (CC BY 2.0) – flickr

Die Fleischindustrie ist nach einer kürzlich veröffentlichten Studie des Institute for Agriculture and Trade Policy (IATP) und der Umweltorganisation Grain in gravierendem Maß für die Erderwärmung verantwortlich. Die Ausstöße der Tiere in Form von Methan sowie die Herstellung des Fleisches sind dabei die wesentlichen Faktor für den massiven Ausstoß an Treibhausgasen der Fleischindustrie. Methan ist bis zu 25 mal so schädlich in der Atmosphäre wie Kohlenstoffdioxid.

Die größten Fleischkonzerne der Welt führen die Liste an. JBS, Tyson Foods, Cargill und Dairy Farmers liegen an der Spitze der größten Umweltsünder in der Studie.

Bis 2050 wird der Viehbestand bei derzeitigen Wachstumsraten für rund 80 Prozent des Treibhausgasbudgets der Erde verantwortlich sein. Das zeigt wie wichtig es ist, bindende Umweltregularien auch für die Fleischindustrie zu etablieren und unseren Fleischkonsum zu reduzieren. 2015 beim Klimagipfel in Paris wurde beschlossen, dass auch der Nahrungssektor Emissionen reduzieren muss. Verbindliche Regularien wurden jedoch bislang nicht eingeführt. Besonders die Verantwortung der Lieferketten muss betrachtet werden, weil bis zu 80 – 90 Prozent der Treibhausgasemissionen der Fleischkonzerne durch ihre Zulieferfirmen verursacht werden.

Eine höhere Besteuerung von Fleischprodukten mit 19 Prozent Mehrwertsteuer anstatt der derzeitigen 7 Prozent, wie durch das Umweltbundesamt gefordert, könnte dabei den Fleischkonsum reduzieren und somit zu einer Reduzierung der durch die Fleischindustrie ausgestoßenen Treibhausgase führen.

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