Samsung Electronics – Klimawandel

Greenpeace-Aktivisten protestieren gegen den Klimawandel Bild: © Tim Aubry [CC BY-SA 3.0] - https://en.wikipedia.org/w/index.php?title=File:Too_big_to_fail_Greenpeace_banner_Phil_Radford.jpg

Ein kürzlich von Greenpeace veröffentlichter Bericht (Januar 2018) legt Samsung Electronics´ übermäßige Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen offen. Weitere Berichte zeigen, dass Samsung allein im Jahr 2016 mehr als 16.000 GWh Energie verbraucht hat, von denen nur 1% aus erneuerbaren Energien stammte.1 Dieser Verbrauch liegt weit hinter anderen globalen IT-Unternehmen zurück, darunter Apple Inc., die sich bereits bis 2020 100%ig zu erneuerbaren Energien verpflichtet haben2. In der Tat entspricht dies nicht Samsungs deklariertem Ziel, nämlich „Do Bigger Things“, da das Unternehmen „keine Maßnahmen zur Abschwächung der Auswirkungen seiner massiven Produktion auf die Umwelt umsetzt“, so Jude Lee, Senior IT Campaigner bei Greenpeace East Asia3. Obwohl Samsung sich selbst als eines der innovativsten Technologieunternehmen bezeichnet, ist Samsung immer noch stark auf fossile Brennstoffe angewiesen. Außerdem hat das Unternehmen einen großen und stets wachsenden CO2-Fußabdruck, hat aber bisher nur schwache und unzureichende Ziele zur Reduzierung der klimaschädlichen Emissionen veröffentlicht. Darüber hinaus hat Samsung kürzlich angekündigt, seine Strategie für erneuerbare Energien erst im August 2018 zu veröffentlichen. Für Lee zeige Samsungs Verzögerung bei der Veröffentlichung ihrer neuen Energiestrategie, dass das Unternehmen die dringende Notwendigkeit eines Übergangs von Kohle zu erneuerbaren Energiequellen nicht anerkenne. Greenpeace fordert Samsung Electronics daher dringend auf, sich ein klares Ziel für erneuerbare Energien für seine eigenen Betriebe und seine Lieferketten zu setzen.

Zu diesem Ergebnis kam auch schon der Bericht ’Guide to Greener Electronics’4 von Greenpeace aus dem Jahr 2017. Hier wurde deutlich, dass Samsung eines der Unternehmen ist, die die Verantwortung für ihren ökologischen Fußabdruck nicht übernehmen. In dem genannten Bericht hat Greenpeace USA 17[1] der weltweit führenden Technologieunternehmen auf Grundlage ihrer Transparenz, Leistung und Interessensvertretung in drei Bereichen bewertet, die entscheidend dafür sind, den Sektor auf einen nachhaltigen Weg zu bringen: die Reduzierung der Emissionen durch die Verwendung von erneuerbaren Energien, die Verwendung von recycelten Materialien und die Eliminierung von gefährlichen Chemikalien. Samsung erreichte auf einer Skala von A bis F lediglich eine Bewertung mit D, vor allem wegen der fortwährenden Abhängigkeit von fossilen Energien.

[1] Darunter befinden sich zum Beispiel Dell, HP, Fairphone oder Huawai und Amazon.

 

Finanzierungen – Samsung Electronics (Quelle: Thomson Eikon)

Kredite

Seit 2013 waren Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ, Ltd. und Sumitomo Mitsui Banking Corporation die wichtigsten Kreditgeber für Samsung Electronics. Als europäische Banken beteiligten sich HSBC Holdings plc und die Standard Chartered PLC Bank 2016 an einem Kredit.

Equities

Deutsche Bank Securities war zudem 2015 zweimal daran beteiligt, Aktien von Samsung Electronics erneut am Markt zu platzieren und diese handelbar zu halten. Beides Mal übernahm die Investment-Tochter der Deutschen Bank etwa ein Drittel der zum Wiederverkauf angebotenen Aktien. Gewinn zog sie dabei aus den gezahlten Gebühren und der Differenz des Preises, zu dem diese Aktien gekauft und verkauft werden konnten.


  1. https://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/publications/20171017-factsheet-greenpeace-green-it-guide.pdf []
  2. https://www.apple.com/environment/ []
  3. https://www.greenpeace.org/international/en/press/releases/2017/Samsung-Huawei-and-Amazon-failing-Greenpeaces-green-electronics-guide/ []
  4. http://www.greenpeace.org/usa/reports/greener-electronics-2017/ []
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