Update: Südafrikas Oberster Gerichtshof lässt Sammelklage gegen Bergbaukonzerne zu

Fast 500 000 ehemaligen oder gegenwärtigen Minenarbeiter*innen wird durch die Entscheidung des Gerichts in Johannesburg die Möglichkeit gegeben, gemeinsam 32 Bergbauunternehmen auf Schadensersatz in Millionenhöhe zu verklagen. Dadurch können nun tausende Geschädigte der ursprünglichen Kläger*innengruppe von rund 60 Personen beitreten. Auch die Angehörigen bereits verstorbener Arbeiter*innen haben so eine Chance auf Schadensersatz1,2.

Die Arbeiter*innen werfen den Unternehmen vor, sie wissentlich jahrzehntelang gesundheitlichen Gefahren ausgesetzt zu haben, ohne dass adäquate Schutzmaßnahmen ergriffen wurden. Dabei geht es um den Zeitraum von 1965 bis heute und um 82 verschiedene Minen. Hunderttausende Menschen leiden infolge der Arbeit im Bergbau an der unheilbaren Krankheit Silikose (auch als Staublunge bekannt) oder an Tuberkulose3.

Unter den 32 betroffenen Unternehmen findet sich der größte Goldproduzent Afrikas, AngloGold Ashanti, sowie weitere große Bergbauunternehmen wie Anglo American, Gold Fields, Harmony Gold, Sibanye Gold und African Rainbow Minerals4.

Facing Finance berichtete bereits im Oktober 2015.


  1. http://www.mining.com/south-africa-allows-biggest-ever-class-action-lawsuit-against-gold-giants-to-go-ahead/?utm_source=digest-en-mining-160513&utm_medium=email&utm_campaign=digest, 13.05.2016, abgerufen am 17.05.2016 []
  2. http://www.bdlive.co.za/national/2016/05/13/court-gives-go-ahead-to-silicosis-class-action-suit-against-gold-mining-companies , 13.05.2016, abgerufen am 17.05.2016 []
  3. http://www.nzz.ch/wirtschaft/wirtschaftspolitik/suedafrika-sammelklage-von-minenarbeitern-ld.82598 , 14.05.2016, abgerufen am 17.05.2016 []
  4. http://www.prnewswire.com/news-releases/class-action-certified-for-south-african-gold-miners-in-landmark-case-300268316.html , 13.05.2016, abgerufen am 17.05.2016 []
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