Millionenstrafe für UBS wegen Verstößen gegen US-Sanktionen

Erneut hat es in den USA einen Vergleich mit einer Großbank gegeben: Am 27. August akzeptierte die Schweizer UBS die Zahlung von 1,7 Millionen US-Dollar als Strafe für die Umgehung von US-Sanktionen.1 Von 2008 bis 2013 hatte die Bank 222 Transaktionen in Höhe von insgesamt 2,5 Millionen US-Dollar für einen Kunden in Zürich ausgeführt, der seit 2001 auf mehreren Anti-Terrorlisten verschiedener Länder und Organisationen geführt wurde.

Während die UBS ihre Kooperation mit den zuständigen Behörden und die Selbstanzeige in diesem Fall hervorhob, bescheinigte das US Finanzministerium der Bank „fahrlässige Missachtung“ der US-Sanktionen und unzureichende Kontrollen. Durch die Strafzahlung hat die UBS eine umfassende Ermittlung in diesem Fall verhindert.123

Der aktuelle Fall zeigt, dass die Umsetzung von Sanktionsverboten im Finanzsektor Lücken aufweist. Demnach stellt sich die Frage, ob bei anderen Finanzdienstleistern funktionierende Kontrollgremien eingerichtet wurden, die die Umsetzung der US-Sanktion sicherstellen, und ob es sich somit bei UBS um einen Einzelfall handelte oder ob vielmehr UBSs Aufdeckung selbst den Einzelfall darstellt.


  1. REUTERS: UPDATE 1-UBS to pay $1.7 mln settlement over sanctions case – U.S. Treasury, 27. August 2015, http://www.reuters.com/article/2015/08/27/ubs-group-settlement-idUSL1N1121R720150827, abgerufen am 01.09.2015 [] []
  2. Handelsblatt: UBS zahlt 1,7 Millionen Dollar an US-Behörden, 28. August 2015, http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/verstoesse-gegen-anti-terror-sanktionen-ubs-zahlt-1-7-millionen-dollar-an-us-behoerden/12247564.html, abgerufen am 01.09.2015 []
  3. ntv: Millionenstrafe für UBS-Sanktionsverstoß, 28. August 2015, http://www.n-tv.de/wirtschaft/kurznachrichten/Millionenstrafe-fuer-UBS-Sanktionsverstoss-article15812671.html, abgerufen am 01.09.2015 []
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