Ein Bombengeschäft für die Commerzbank

Anlässlich der Hautversammlung der Commerzbank am 08.05. kritisierten Friedensaktivisten erneut die Investitionen der Bank in Geschäfte mit Atomwaffen. Die Kampagne „Atomwaffen, ein Bombengeschäft“, wird von mehreren Organisationen, darunter auch von Facing Finance getragen. Sie kritisiert die Commerzbank für ihre Geschäfte mit Atomwaffenherstellern im Rahmen von 1,3 Mrd USD. Damit sei sie der drittgrößte Geldgeber in Deutschland. Auf Platz eins steht die Deutsche Bank, gefolgt von der Allianz. Als Teil des Anti-Atomwaffenprogramms ICAN, das alljährlich die Studie „Don´t Bank the Bomb“  veröffentlicht, forderte die Kampagne deutsche Finanzinstitute dazu auf, Investition in Hersteller von Atomwaffenkomponenten zu unterlassen oder zu beenden. In einer Rede wandte sich Martin Hinrichs von ICAN an die Aktionäre:

„Nach unseren Recherchen hat die Commerzbank in den letzten drei Jahren neun Atomwaffenproduzenten Finanzmittel in Form von Aktien, Anleihen und Krediten zur Verfügung gestellt. Die betroffenen Unternehmen stellen atomare Sprengköpfe, Atombomben, Interkontinentalraketen, und atomar bewaffnete U-Boote her. Sie sind an der weltweiten Modernisierung nuklearer Arsenale beteiligt. Damit erhalten sie die Gefahr eines Atomkriegs aufrecht “

Trotz des immer wieder erneuerten Bekenntnisses zu einer atomfreien Welt, investieren alle neun Atomwaffenstaaten weiterhin eine Summe von 105 Mrd. USD für den Erhalt und die Modernisierung ihrer Arsenale. Zum Vergleich: das Budget der UN, die hauptverantwortlich für die Abschaffung von Atomwaffen ist, beträgt gerade einmal 10 Mio USD. Ban Ki-Moon, der UN-Generalsekretär brachte diesen Missstand auf den Punkt: „ Die Welt ist überbewaffnet und Frieden ist unterfinanziert“.  

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Quelle:

Deutsche Wirtschaftsnachrichten: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/05/10/commerzbank-finanziert-atomwaffen-konzerne-mit-18-milliarden-euro/

 

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