Chile stoppt Minenbau von Barrick Gold

Die chilenische Umweltbehörde stoppte vor wenigen Tagen den Bau einer Mine im Grenzgebiet von Chile und Argentinien. Die kanadische Bergbaufirma Barrick Gold hatte nämlich die vorgegebenen Umweltauflagen schwer verletzt und muss nun eine Strafe von 16,4 Millionen US-Dollar zahlen. Bei dem Minenprojekt sollen mehrere Tausend Tonnen Gold, Silber und Kupfer abgebaut werden. Problematisch ist dabei, dass die Metalle mit Hilfe von hochgiftigem Zyanid aus dem Erz herausgelöst werden. Das mit Schwermetallen und Zyankali verseuchte Abwasser sollte eigentlich durch ein ordentliches Abwassersystem entsorgt werden. Nur hat Barrick Gold nie ein solches System gebaut, weshalb der Bau der Mine nun gestoppt wurde. Ob der kanadische Bergbauriese das zugesagte Abwassersystem nachträglich hinzufügen wird oder das Minenprojekt dauerhaft gestoppt ist, wird sich noch zeigen.

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Zu den Investoren von Barrick Gold gehören u.a. die Deutsche Bank, BNP Paribas, Allianz AG, UniCredit Group und die Commerzbank.

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Folgende Funds und Institutionen halten laut Morningstar Anteile an Barrick Gold.

Update 20.01.2015:

Die Entwicklung von Barrick Golds „Pascua- Lama-Projekt“, in welchem mehrere tausend Tonnen Gold, Silber und Kupfer abgebaut werden sollen, wurde wegen zahlreicher Missachtungen verschiedener Umweltauflagen gestoppt. Eine Geldstrafe von 16,4 Mil. $1 wurde durch die chilenische Umweltaufsichtsbehörde (SMA) im Mai 2013 bereits verhängt.Der Ausbau der Mine lässt jedoch wohl noch länger auf sich warten, denn zum einen ist der Goldpreis unrentabel, zum anderen  muss Barrick mit einer Neuberechnung der Strafe rechnen. Barrick hatte im November 2014  versucht, beim Obersten chilenischen Gericht Einspruch gegen die Wiederaufnahme der Strafberechnung einzulegen, was jedoch zurückgewiesen wurde. Hintergrund ist hierbei die Festsetzung der Strafzahlung durch die SMA, gegen die im März 2014 wiederum ein Umweltgericht aus Santiago vorgegangen war. Nach Ansicht dieses Gerichts war die Strafzahlung falsch berechnet und die administrative Leitung der Behörde voreingenommen. Das Oberste Gericht unterstützte diese Auffassung. So erwarten Barrick möglicherweise höhere Zahlungen, da die SMA nun angewiesen ist, die Strafen neu zu berechnen.2


  1. Barrick (2013): http://www.barrick.com/investors/news/news-details/2013/Barrick-to-Assess-Implications-of-SMA-Resolution/default.aspx (abgerufen 14.01.2015) []
  2. Barrick (2014): http://www.barrick.com/investors/news/news-details/2014/Chilean-Supreme-Court-Ruling-on-Pascua-Lama/default.aspx (abgerufen 14.01.2015) []
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