Immer mehr Finanzinstitute wenden sich von Investments in Nuklearwaffen produzierende Unternehmen ab

  Bild (Ausschnitt): © ICAN

Die Legitimität der Atomwaffe als akzeptable Sicherheitsstrategie nimmt weiter ab. Eine neue Studie, die von der NGO PAX zusammen mit der Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) veröffentlicht wurde zeigt, dass immer weniger Finanzinstitute Atomwaffenhersteller finanzieren. Gleichzeitig unterzeichnen und ratifizieren immer mehr Staaten den internationaler Atomwaffenverbotsvertrag, der 2017 angenommen wurde. Es gibt jedoch noch immer neun Länder,[1] die über Atombomben verfügen und die unglaubliche Summen für die Modernisierung ihrer Arsenale ausgeben.   ... →

Microsoft-Chef Brad Smith warnt vor Killerrobotern und fordert digitale Verbotskonvention

  Bild (Ausschnitt): © Stephen Brown / Pixabay

Laut Smith wirft die rasante technologische Entwicklung eine Vielzahl neuer ethischer Fragen auf, die von den Regierungen dringend berücksichtigt werden müssen. Künstliche Intelligenz (KI) wird zunehmend für militärische Anwendungen eingesetzt, da sie den Vorteil hat, Soldaten durch Maschinen zu ersetzen. Kriege, die jedoch vollständig von Robotern auf Schlachtfeldern geführt werden könnten, würden die Hemmschwelle krieg zu führen senken und damit die Wahrscheinlichkeit von Konflikten erheblich erhöhen.   ... →

Okkupiert, annektiert und profitiert

  Bild (Ausschnitt): © REUTERS / Ammar Awad.

Wie internationale Unternehmen und deutsche Finanzinstitute von völkerrechtswidrigen Handlungen in besetzten und annektierten Gebieten profitieren und diese fördern

  • Deutsche Banken unterhalten Finanzbeziehungen zu Unternehmen, die in besetzten und annektierten Gebieten tätig sind, in einer Größenordnung von 44 Mrd. €
  • Unternehmen und Banken vernachlässigen ihre menschenrechtliche Aufsichtspflicht und laufen Gefahr sich an völkerrechtswidrigen Siedlungsaktivitäten, Zerstörung von Infrastruktur oder der Ausbeutung von Ressourcen in besetzten und annektierten Gebieten zu beteiligen und davon zu profitieren
  • Allein auf die Deutsche Bank entfallen 45% dieser Finanzbeziehungen, auch die KfW ist betroffen
  • Nur wenige Banken schließen Finanzbeziehungen zu Unternehmen strikt aus, die in besetzten und annektierten Gebieten tätig sind
  • Auch deutsche Konzerne wie Siemens, HeidelbergCement und DHL fallen in der Studie negativ auf

Berlin (13.8.2019): Eine heute in Berlin veröffentlichte Studie der NGO Facing Finance dokumentiert 27 Unternehmen, die in besetzten und annektierten Gebieten (Westsahara, Krim und den palästinensischen Gebieten) tätig sind und dort riskieren, völkerrechtswidrige Handlungen zu unterstützen.   ... →

Erneut Kinderarbeit bei Amazon’s Zulieferer Foxconn festgestellt

 Amazons Zulieferer unter der Lupe (2018) | Bild (Ausschnitt): © Tim Reckmann [CC BY 2.0] - flickr

Anfang August berichtete die britische Tageszeitung The Guardian von fragwürdigen Praktiken des chinesischen Amazon-Zulieferers Foxconn. Aus Interviews mit Arbeitern*innen und geleakten, internen Dokumenten ging hervor, dass der Konzern hunderte chinesische Schüler*innen beschäftigte, die zu Überstunden und Nachtschichten genötigt wurden – Arbeitspraktiken, die laut chinesischem Arbeitszeitgesetz für Beschäftigte zwischen 16 und 18 Jahren verboten sind. Das offiziell als Praktikum definierte Verhältnis brachte den Schulen als Vermittlerrolle etwa 500 Yang (circa 63 Euro) pro Schüler ein.   ... →

Pressemitteilung: Wer Killerroboter nicht verbieten will, wird scheitern

 UN Konferenzraum in Genf | Bild (Ausschnitt): © Facing Finance
  • Russland und die Vereinigten Staaten setzen ihren verlorenen Kampf gegen einen unvermeidlichen Verbotsvertrag für autonome Waffen fort
  • Beide Staaten sorgen für ein erbärmliches Finale der heute früh beendeten UNO-Gesprächsrunde über tödliche autonome Waffensysteme (Killerroboter)
  • Auch Deutschland verweigert nach wie vor Verbotsverhandlungen

(Berlin/Genf) – 22. August 2019 – Bei der Sitzung der Regierungsexperten der VN Waffenkonvention (CCW) zum Thema tödliche autonome Waffensysteme in dieser Woche diskutierten die CCW-Vertragsstaaten bis in die frühen Morgenstunden, konnten sich aber nicht auf ein aussagekräftiges Ergebnisdokument einigen.   ... →

Cargill: Nachhaltigkeitsvorreiter oder schlimmstes Unternehmen der Welt?

 Open burning in a newly cleared rainforest in West Kalimantan, Indonesia, where Cargill is operating two undisclosed palm oil plantations. | Bild (Ausschnitt): © David Gilbert/RAN 2009 (CC BY-NC 2.0)

Cargill ist einer der weltweit größten Händler und Verarbeiter von Agrarrohstoffen und das größte private Unternehmen der USA mit einem Umsatz von über $ 114 Milliarden im Jahr 2018. Der riesige Konzern dominiert das globale industrielle Agrarsystem, ein System, das darauf abzielt, große Landflächen unter Einsatz von Pestiziden in industrialisierte Monokulturen zu verwandeln, um günstiges Fleisch, Palmöl und Schokolade herzustellen.   ... →